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Hamilton kein Thema für 2016

Ferrari spielt mit Kimi-Verlängerung

Hamilton & Räikkönen - GP Bahrain 2015 Foto: Wilhelm 100 Bilder

Kimi Räikkönen hat mit seinem zweiten Platz in Bahrain gute Argumente für eine Vertragsverlängerung bei Ferrari gesammelt. So einfach will es ihm Teamchef Maurizio Arrivabene aber nicht machen. Der Italiener hält seinen Piloten unter Druck.

20.04.2015 Tobias Grüner

Die Spekulationen um die Vertragsverlängerung von Kimi Räikkönen werden uns wohl noch ein paar Monate beschäftigen. Obwohl der Iceman schon früh in der Saison um eine Weiterbeschäftigung gebeten hat, bleibt sein Arbeitgeber in dieser Frage zurückhaltend. Immerhin stellte Teamchef Maurizio Arrivabene in Bahrain klar, dass Lewis Hamilton kein Thema sei.

Hamilton wird kein Ferrari-Pilot

"Lewis Hamilton hat mich nie angerufen", erklärte der neue starke Mann in Maranello. Für den Weltmeister bleibt somit nur die Option Mercedes. Der Vertrag ist so gut wie unterschrieben, bekräftigen alle Beteiligten im Silber-Lager. Arrivabene hat seinerseits Verständnis dafür, dass über einen Wechsel spekuliert wird: "Jeder Pilot hier im Fahrerlager will für Ferrari fahren. Selbst Jungs, die schon ein paar Mal Weltmeister waren. Ich bin aber glücklich mit den Fahrern, die wir haben."

Ist das schon das klare Bekenntnis, auf das Kimi Räikkönen gewartet hat? Arrivabene relativiert: "Dass wir zufrieden mit Kimi sind, bedeutet nicht, dass wir den Vertrag mit ihm morgen unterschreiben. Wir haben ihm schon ein paar Mal klipp und klar gesagt: Es hängt von Deiner Leistung ab."

Nach den ersten 3 Rennen sah es noch nicht gut aus für den Iceman. Mit dem zweiten Platz von Bahrain sind die Chancen für einen Verbleib bei der Scuderia wieder gestiegen. "Wenn Sie mich heute fragen, ob er es verdient hat, dass wir die Option ziehen, dann kann ich für den Moment sagen: Ja! Aber wenn ich jetzt 'ja' sage, dann will ich nicht, dass der Pilot anschließend einschläft."

Ferrari hält Kimi Räikkönen unter Druck

Anscheinend benötigt Kimi ein bisschen Nachhilfe um gute Ergebnisse abzurufen. Ferrari setzt den Kessel weiter unter Druck: "Ich möchte ihn wach halten", gibt Arrivabene zu. "Kimi zeigt seine besten Leistungen, wenn er ein paar Probleme hat. Das ist eine psychologische Sache."

In gewohnt bildhafter Sprache erklärt der Teamchef, wie er die Frage nach der Vertragsunterschrift auch in Zukunft handhaben wird: "Das Vertragspapier ist momentan noch weiß. Mal nehme ich den Stift etwas näher zur Unterschrift, dann ziehe ich ihn wieder zurück - und schon fährt Kimi wie hier auf das Podium." Räikkönen muss das Spielchen mitspielen. Eine Alternative gibt es für den Finnen momentan nicht.

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