Lewis Hamilton steht zu Mercedes

Formel 1-Weltmeister prophezeit einen Dreikampf

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Aserbaidschan 2018 - Baku Foto: sutton-images.com 81 Bilder

Die Zeiten sind härter geworden für die Abonnement-Weltmeister Mercedes und Lewis Hamilton. Doch der Titelverteidiger zieht aus dem Dreikampf an der Spitze seine neue Motivation. Er hat den Glauben an Mercedes nicht verloren. Ganz im Gegenteil: Der neue Vertrag, so Hamilton, sei nur eine Formalität.

Sorgen macht sich Lewis Hamilton nicht. Der Rückstand zu WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel beträgt 9 Punkte. Mercedes hat noch kein Rennen gewonnen. Der vierfache Weltmeister wartet seit dem GP USA auf seinen 63. GP-Sieg. „Die WM ist erst drei Rennen alt. Es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen“, winkt Hamilton ab. Selbst wenn er den GP Aserbaidschan, der es noch nie gut mit ihm meinte, nicht gewinnen sollte, sieht Hamilton noch kein Drama. Die Statistik, dass seit 1990 keiner mehr Weltmeister geworden ist, der nicht eines der ersten vier Rennen gewonnen hat, prallt an dem Engländer ab: „Ich halte nichts von Statistiken. Es wird mir eine Freude sein, das zu widerlegen.“

Hamilton gibt zu, dass wir das Beste von diesem Mercedes noch nicht gesehen haben, obwohl wir das alle glaubten, als er in Melbourne die Konkurrenz um sieben Zehntel abhängte. „Wir sind noch in einem Lernprozess über die Reifen, das Auto und die Stärke der Gegner. Erst wenn wir alle Fragen beantwortet und verstanden haben, werden wir sehen, wie gut unser Auto ist.“ Chefingenieur Andrew Shovlin bestätigt: „Es kann gut sein, dass wir in Melbourne das Reifenfenster perfekt getroffen haben, und Ferrari und Red Bull eben nicht.“

Bottas & Hamilton - GP Bahrain 2018 Foto: xpb
Noch ist der Mercedes W09 nicht in Topform.

Valtteri Bottas glaubt nicht daran, dass die Autos unterschiedliche Reifenfenster haben. „Das ist für alle gleich. Es geht darum, wie das Auto mit den Reifen arbeitet. Wie du das Fahrwerk einstellst, dass sich die Reifen von innen erwärmen. Wie die Aero funktioniert, damit das Auto nicht rutscht und auf der Oberfläche zu hohe Temperaturen entwickelt. Wie du die Bremswärme nutzt, um die Reifen auf Temperatur zu bringen. Ferrari und Red Bull tun sich da im Moment offenbar leichter, bei unterschiedlichen Bedingungen den Punkt zu treffen, an dem die Reifen am besten haften.“

F1-Testfahrten vermittelten falschen Eindruck

Eines glaubt Hamilton nach drei Rennen verstanden zu haben. Die Testfahrten haben einen falschen Eindruck vermittelt. „Wir richten uns auf einen Dreikampf an der Spitze. Wenn du den gewinnen willst, brauchst du den ganzen Background, wie dein Auto und die Reifen funktionieren.“ Mercedes, so Hamilton, habe sich über den Winter verbessert, die anderen aber eben mehr. „Es ist immer leichter einen Rückstand aufzuholen, als einen Vorsprung zu verteidigen. Wir waren vier Jahre die Pioniere. Letztes Jahr ist uns Ferrari nähergekommen, jetzt auch Red Bull. Wenn wir sie trotzdem wieder schlagen könnten, wäre das eine unglaubliche Leistung.“

Die ungewohnte Konkurrenz ist für Hamilton wie Doping. „Jetzt muss jeder von uns das Beste aus sich herausholen, wenn wir gewinnen wollen. In dieser Situation zählt jede Kleinigkeit. Ich genieße diese Situation. Weil jeder Sieg umso wertvoller wird. Und weil du auch kleine Siege feiern kannst. So wie in Bahrain, wo ich als Neunter gestartet und trotzdem noch Dritter geworden bin.“ Der Titelverteidiger vertraut seinem Team: „Wir waren in China nicht optimal aufgestellt, Ferrari und Red Bull dagegen in Topform. Trotzdem sind wir noch Zweiter und Vierter geworden. Das spricht für diese Truppe.“

Deshalb kann sich Hamilton aller Gerüchte zum Trotz auch nicht vorstellen, dass er in den kommenden beiden Jahren irgendwo anders fährt als bei Mercedes. „Wir haben uns gegenseitig versichert, dass wir zusammen weitermachen werden. Es geht nur noch um Details. Eigentlich wollten wir es nach dem Rennen in China durchziehen, aber ich war nur einen Tag in der Fabrik und bin dann in die USA geflogen. Da war nicht genug Zeit. Wir werden es in naher Zukunft erledigen.“

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