Lewis Hamilton - Barcelona F1-Test - 2019 Wilhelm

Hamilton weicht Fragen aus

Ist Mercedes so fit wie Hamilton?

Der erste Auftritt des Weltmeisters brachte eine Erkenntnis: Lewis Hamilton ist so fit wie noch nie. Aber ist es auch sein Mercedes? Man muss schon zwischen den Zeilen lesen, um von Hamilton darauf eine Antwort zu bekommen.

Den ganzen Winter lang war Lewis Hamilton abgetaucht. Da Mercedes in diesem Jahr auf eine Präsentation in der Öffentlichkeit verzichtet hat, blieb der Weltmeister auch da unsichtbar. Bei Halbzeit des dritten Testtags hatte Hamilton dann seinen ersten Presse-Auftritt.

Der Titelverteidiger hat deutlich an Muskeln und Gewicht zugelegt. Die neue 80-Kilogramm-Regel erlaubt es den Fahrern mit etwas weniger Vorsicht zu essen und auch anders zu trainieren. „Ich wiege ein paar Kilo mehr als im letzten Jahr, habe Muskeln zugelegt, bin aber so fit wie noch nie“, erzählte Hamilton.

Da der Champion an den ersten Testtagen nur auf den Plätzen 9 und 10 landete, und das mit deutlichem Rückstand auf Ferrari, lag die Frage auf der Hand, wie fit der neue Mercedes ist. Doch so redselig sich Hamilton zu seinem neuen Trainingsprogramm gab, so einsilbig reagierte er auf Fragen nach seinem Auto.

Hamilton will noch kein Urteil fällen

Man musste schon zwischen den Zeilen lesen, um sich ein Bild zu machen. Die Wahrheit lag wohl eher in dem, was er nicht sagte. Da verstärkte sich der Eindruck, dass Mercedes offenbar nicht dort ist, wo man sein wollte. Ferrari ist im Moment schneller. Das geben mittlerweile auch die Ingenieure zu. Es wäre interessant zu wissen um wie viel.

Dieser Frage wich Hamilton geschickt aus. Er verschanzte sich dahinter, dass Rundenzeitenvergleiche in der ersten Testwoche Kaffeesatzleserei sei, weil keiner wisse, wer mit wie viel Benzin unterwegs ist. „Ferrari ist sehr, sehr stark. Trotzdem macht es keinen Sinn, dem Rückstand jetzt schon eine Zahl zuzuordnen. In einer Woche wissen wir mehr.“

Lewis Hamilton - Mercedes - Barcelona - F1-Test - 19. Februar 2019
Wilhelm
Hamilton will noch nicht zu viel auf die Leistungen der ersten Testwoche geben.

Hamilton erinnerte daran, dass Ferrari auch in den letzten Jahren stark in den Testwinter gestartet ist. „Wir konzentrieren uns auf unseren Job. Die erste Woche ist nicht der Zeitpunkt auf andere zu schauen. Es geht darum Daten zu sammeln und richtig auszuwerten, damit wir unser Auto verstehen.“

Ferrari sieht großartig aus

Sein WM-Gegner Sebastian Vettel wurde da schon konkreter. „Es war ein Teststart nahe an der Perfektion.“ Hamilton reagierte auf die Aussage etwas säuerlich: „Gut für ihn.“ Der Engländer gibt aber auch zu: „Ferrari sieht großartig aus.“

Über den Zustand des eigenen Autos erfahren wir wenig. Da flüchtete sich Hamilton in Standardaussagen: „Am ersten Tag bist du selten happy mit einem neuen Auto. Es braucht seine Zeit, bis du es so ausbalanciert hast, dass du dich wohl damit fühlst. Wir haben weniger Abtrieb als letztes Jahr, aber das war mit diesen Regeländerungen zu erwarten. Ansonsten fühlt es sich wie ein Formel-1-Auto dieser Generation an. Nur die Balance hat sich verschoben, was an den neuen Flügeln liegt.“ Am Ende sagte Hamilton wenigstens noch einen Satz, der aufhorchen ließ: „Das Glas ist halb voll. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“

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