Hamilton mit Pechsträhne

Hamiltons Mercedes in Flammen

Lewis Hamilton GP Ungarn 2014 Mercedes Foto: Dani Reinhard 80 Bilder

Lewis Hamilton muss erneut eine Aufhojagd starten. Der Mercedes des Briten ging im Ungarn-Qualifying bereits 5 Minuten nach Beginn der Sitzung lichterloh in Flammen auf. So einfach wie in Hockenheim wird die Schadensbegrenzung wohl nicht werden.

Was für ein Pech. Anders kann man Lewis Hamiltons Ausfall im ersten Teil des Qualifyings auf dem Hungaroring nicht zusammenfassen. Der Brite dominierte in allen drei Trainingssitzungen. Der Sieg auf der kurvigen Strecke vor den Toren von Budapest schien nur eine Formsache. Doch die Hoffnungen auf den insgesamt fünften Ungarn-Triumph sind wohl dahin. Hamilton rollte schon nach wenigen Kilometern aus. Der Silberpfeil schleppte sich mit brennendem Heck gerade noch so in die Boxengasseneinfahrt, wo die Marshals schon mit Feuerlöschern warteten.

Wenig Überholmöglichkeiten auf dem Hungaroring

"Ich habe versucht eine zweite Runde zu fahren. Dann hat etwas mit meinen Bremsen nicht gestimmt und ich habe etwas am Lenkrad verstellt. Daraufhin ist der Motor ausgegangen", beschreibt Hamilton den Vorfall. "Ich habe gesehen, dass das Heck brennt. Ich wollte in den Leerlauf schalten, aber es hat nichts gebracht. Ich habe noch versucht, an die Box zu rollen, aber über Funk kam der Befehl, das Auto abzustellen."

Ausgerechnet auf dem Hungaroring gilt Überholen als sehr knifflige Aufgabe. Eine Aufholjagd wie in Hockenheim dürfte eher unwahrscheinlich sein. "Ich weiß nicht was möglich ist. Das ist eine Strecke, auf der du kaum überholen kannst. Ich hoffe, ich schaffe es in die Top-Ten. Wahrscheinlich reise ich hier aber mit mehr als 20 Punkten Rückstand auf Nico ab", meinte Hamilton. "Wahrscheinlich ist auch noch der Motor hinüber, was später in der Saison noch zu einer Strafe von 10 Startplätzen führen wird."

Entschuldigungen der Mercedes-Chefs

Seine Chefs Niki Lauda und Toto Wolff hatten Mitleid mit dem Unglücksraben. Wieder war es Hamilton, der mit der Technik haderte. "Wir haben gesehen, dass der Benzindruck abfiel. Also scheint es ein Benzinleck gegeben zu haben. Ich hoffe, es ist nicht zu viel beschädigt. Das ist wirklich großes Pech für ihn", sagte Lauda. Er hatte große Hoffnungen für seinen Schützling. "Er wäre heute Schnellster gewesen und hätte das Rennen gewonnen."

Auch Teamchef Wolff entschuldigte sich: "Es tut mir unendlich leid für Lewis. Er hatte ja schon in Hockenheim das Pech und war hier das ganze Wochenende stark. Ich bin richtig enttäuscht. Wir müssen diese Probleme in den Griff bekommen und ich bin mir sicher, dass wir sie lösen werden. Wir werden bald ein Auto haben, das schnell und zuverlässig ist."

Rosberg profitiert erneut

Hamiltons Pech ist Rosbergs Glück, der nun zum zweiten Mal beste Chancen auf den Sieg besitzt. "Ich hätte lieber einen fairen Kampf mit ihm gehabt", so Rosberg. "Ich freue mich natürlich über die Pole Position, aber nur ein Sieg im direkten Duell setzt so richtig das Adrenalin frei."

Teamchef Wolff wusste seine Gefühle nicht einzurodnen: "Ich bin gleichzeitig enttäuscht und glücklich. Ein Teil meines Herzes freut sich natürlich über die Pole Position von Nico. Er hat bei schwierigen Bedingungen Leistung gezeigt. Als es drauf ankam, hat er die Runde zusammengebracht."

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