Hamilton beklagt PS-Nachteil

Ferrari stärker als Mercedes?

Lewis Hamilton - GP Kanada 2018 Foto: xpb 54 Bilder

Mercedes musste sein geplantes Kanada-Motoren-Upgrade verschieben. Lewis Hamilton befürchtet, dass Ferrari dadurch nur schwer zu schlagen ist. Valtteri Bottas sieht die Lage nicht ganz so pessimistisch.

Nach der Prozession von Monte-Carlo steckte Lewis Hamilton am Donnerstag (7.6.2018) in Montreal in der Früh direkt schon wieder im Verkehr. Die Journalisten im Mercedes-Pavillon mussten 15 Minuten warten, bis der Brite endlich für die Fragestunde bereit war. Das wichtigste Thema des Tages war das verschobene Motoren-Upgrade, das eigentlich für das Rennen in Kanada angekündigt wurde.

Hamilton sieht Mercedes im Nachteil

„Die Jungs haben hart gearbeitet und alles gegeben, aber am Ende mussten wir die vernünftige Entscheidung treffen“, zuckte der Weltmeister wenig begeistert mit den Schultern. Bei der Kontrolle der neuen Aggregate waren am Kurbelgehäuse Abweichungen um 0,02 Millimeter festgestellt worden. Das Problem konnte in der Kürze der Zeit nicht behoben werden.

Dass Mercedes nun ausgerechnet auf einer Power-Strecke wie Montreal mit altem Material antreten muss, gefiel Hamilton gar nicht. „Es ist nun schon das siebte Rennen mit dem selben Motor. Mit steigender Laufleistung verliert man immer mehr Power. Auf einem Kurs wie Montreal sind die negativen Auswirkungen dann umso größer.“

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Vor allem von Ferrari erwartet der sechsfache Kanada-Sieger starke Gegenwehr. „Wenn Ferrari hier mit einem frischen Motor kommt, der auch noch mehr Power liefert, dann sollte das sicher ein bis zwei Zehntel bringen. Das wird eine schwierige Aufgabe, mit ihnen mitzuhalten. Es lässt sich jetzt noch nicht sagen, ob uns das gelingen wird. Ich werde als Fahrer natürlich wieder alles probieren.“

Montreal ist eine der Spezialstrecken von Hamilton. Nur Michael Schumacher konnte auf dem Circuit Gilles Villeneuve häufiger triumphieren. „Man muss hier aggressiv über die Kerbs, immer nah an die Mauern ran und braucht Vertrauen ins Auto. Die Strecke ist nicht schwer, aber sie liegt mit einfach.“ Neben dem seinem eigenen Können sieht Hamilton noch einen anderen Trumpf: „Ich setze vor allem auf unsere Zuverlässigkeit. Ich habe schon in den ersten sechs Rennen mit diesem Motor Laufleistung gespart, wo es nur ging. Das sollte helfen.“

Kommt Mercedes mit Hypersoft-Reifen zurecht?

Teamkollege Valtteri Bottas sieht den Nachteil des alten Motors nicht ganz so pessimistisch. „Der neue Motor wäre sowieso nur ein wenig stärker gewesen. Und es ist ja nicht so, dass unser erster Motor schlecht war. Er hat sich als sehr zuverlässig erwiesen. Er befindet sich in einem gesunden Zustand. Und er hätte in Budapest sowieso noch einen Einsatz vor sich gehabt. Dort werden wir nun das neue Triebwerk einsetzen. Das ist jetzt hier ein kleiner Nachteil. Aber damit müssen wir leben.“

Neben dem Motor macht auch der Einsatz der ganz weichen Hypersoft-Reifen etwas Sorge. In Monaco ist Mercedes mit dem rosa-markierten Pirelli-Gummi nicht zurechtgekommen. „Wir wissen woran der übermäßige Verschleiß lag“, erklärte Hamilton. „Wir werden das Auto hier so umbauen, dass es nicht noch einmal vorkommt. Aber Monaco war mit Singapur sowieso unsere schlechteste Strecke. Hätte man mir vorher gesagt, dass ich Dritter werde und nur wenige Punkte verliere, hätte ich das genommen.“

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