Hamilton räumt Preise ab

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Formel 1- Senkrechtstarter Lewis Hamilton hat bei der britischen Motorsportehrung 2007 abgeräumt. Der 22-Jährige wurde am Sonntagabend in London als "bester internationaler" und "bester britischer Rennfahrer" sowie als "Rookie des Jahres" ausgezeichnet.

Die Laudatio auf den McLaren-Mercedes-Piloten, der in seiner ersten Saison in der "Königsklasse" des Motorsports die Krone denkbar knapp um zwei Punkte verfehlte, hielt die Schwester der 1994 verstorbenen Formel-1-Legende Ayrton Senna. "Er erinnert mich an Ayrton als Pilot und auch als guter Mensch - man sieht das in seinen Augen und in seinem Gesicht", sagte Viviane Senna bei der feierlichen Zeremonie. "Ich bin ein bisschen sprachlos", konstatierte Hamilton. "Ayrton war so ein großer Teil meines Lebens", so der Brite. "Ich habe mir immer seine Videos angeschaut und ich konnte mir nie vorstellen, jemanden zu begegnen, der ihm so nahe stand."

Ehrung nach ereignisreicher Saison

Hamilton erinnerte sich auch an seinen ersten großen Auftritt bei der Motorsport-Gala, bei der die Leser des Magazins "Autosport" über die Preisträger abstimmen. 1995 hatte der erste dunkelhäutige Pilot in der Formel 1 McLaren-Chef Ron Dennis um ein Autogramm gebeten und ihm gesagt, dass er eines Tages für ihn fahren wolle. Dass die Begegnung mit seinem Idol Senna seinerzeit nicht mehr möglich war, nachdem der Brasilianer beim Großen Preis von San Marino im Jahr zuvor ums Leben gekommen war, habe ihn damals sehr enttäuscht, meinte Hamilton.

Erholen konnte sich der smarte Brite bislang nur wenig von der ereignisreichen vergangenen Saison, in der sein Team neben der Fahrer-Fehde auch die 100-Millionen-Dollar-Strafe und den Abzug der Konstrukteurspunkte wegen der Spionage-Affäre zu verkraften hatte. Der Engländer mit karibischen Wurzeln strahlt derzeit nicht nur von Covern diverser Hochglanz-Magazine, er dürfte in dieser Woche auch wieder ins Rennauto steigen.

Testarbeit wartet

Von diesem Dienstag (4.12.) an testen die Teams für vier Tage im spanischen Jerez. Fest steht indes immer noch nicht, wer den freien festen Platz im McLaren-Mercedes bekommt, nachdem die Zusammenarbeit mit dem zweimaligen Champion Fernando Alonso nach nur einem Jahr beendet wurde. Zudem wird mit Spannung die erneute Entscheidung des Weltrates des Internationalen Automobilverbandes FIA erwartet, in der es um mögliche Sanktionen wegen der Spionage-Affäre für 2008 geht. Zu einem Urteil könnte es an diesem Freitag (7.12.) kommen.

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