Hamilton & Rosberg

Monaco-Fehde offiziell abgehakt

Hamilton Fans - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 5. Juni 2014 Foto: xpb 136 Bilder

Die Mercedes-Fehde zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton hat die Fans in den letzten Rennen begeistert. In Montreal soll plötzlich wieder Friede, Freude, Eierkuchen im Silber-Lager sein. Die Kommentare zu ihrer Beziehung glichen in Montreal einem Eiertanz.

Wenn Nico Rosberg über das Verhältnis zu seinem Teamkollegen gefragt wird, dann sieht er nicht glücklich aus. Gequält verzieht der WM-Spitzenreiter die Mundwinkel. Jedes Wort wird dreimal abgewägt. Bloß nicht zu weit vorpreschen. Dabei ist das Duell im Silber-Lager nach dem Streit in Monaco das große Thema bei den Fans und bei den Medien.

Fahrer wollen Thema abhaken

"Ich muss immer einen Kompromiss finden. Ihr blast das Thema immer dermaßen auf. Ich kann mir vorstellen, dass Ihr lieber von einem Krieg schreiben wollt. Da muss ich nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen", verteidigt Rosberg seine Defensiv-Taktik im Pressegespräch vor dem GP Kanada.

Details zu seiner Versöhnung mit Lewis Hamilton wollte er nicht verraten. Nicht, dass das Gespräch 45 Minuten gedauert hat. Nicht dass Lewis Hamilton ihn per Telefon angerufen hat. Und auch nicht, welche Themen den Streit genau ausgelöst haben. "Es hat ja jeder gesehen, was in Monaco Sache war. Darüber haben wir gesprochen. Es ging darum, diese Phase abzuhaken. Jetzt geht's weiter."
 
Auch Hamilton versuchte die Fehde öffentlich zu entschärfen. Die Versöhnungsmeldung per Twitter nach dem Monaco-Wochenende hatte neugierig gemacht. Doch darüber hinaus wollte der Brite sich nicht äußern. "In der Message habe ich ja schon alles gesagt. Wir haben nach dem Rennen miteinander gesprochen. Wie alle Freunde gehen wir durch Höhen und Tiefen. Wir fahren ja schon sehr lange gegeneinander. Die Angelegenheit ist  abgeschlossen. Jetzt wollen wir zusammen dabei helfen, dass das Team den Konstrukteurspokal gewinnt."

Team-Building-Maßnahmen bei Mercedes

Nach dem Gespräch der beiden Piloten habe es noch individuelle Telefongespräche mit der Teamführung gegeben. Am Mittwoch in Montreal trafen sich dann alle noch einmal zum gemeinsamen Abendessen. "Das Verhältnis war nie besser", betonte Hamilton.
 
In Monaco hatte der Weltmeister von 2008 noch erklärt, dass 2 Teamkollegen im Kampf um den Titel niemals richtige Freunde sein können. Deshalb wirkte die Kehrtwende via Twitter etwas unglaubwürdig. Rosberg bat um Verständnis: "Das ist nichts, was außergewöhnlich ist. Wenn es mal eine schwierige Zeit zwischen uns gibt, dann sprechen wir darüber und dann geht es weiter. Von meiner Seite hat sich nichts geändert. Wir gehen respektvoll miteinander um und haben ein neutrales Verhältnis."

Im Fahrerlager sind alle Experten gespannt, wie lange die beiden Piloten die Fassade aufrechterhalten können. In Montreal kann es erneut krachen. Hamilton gilt nach 3 Montreal-Siegen als Favorit. Das beste Ergebnis von Rosberg war ein fünfter Platz. "Für mich ist er nicht der Favorit. Ich bin hier um zu gewinnen", erklärt der Deutsche selbstbewusst. "Es war wichtig, dass ich mit dem Sieg in Monaco den Rhythmus von Lewis gebrochen habe."

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