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Hamilton - Usain Bolt - Mercedes-AMG GT R - GP USA 2017 - Rennen
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Lewis Hamilton - Mercedes - GP USA 2017 - Rennen
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Hamilton siegt auch in Austin

Vierter WM-Titel ganz nah

Lewis Hamilton reicht ein fünfter Platz in Mexiko, um sich den vierten WM-Titel im drittletzten Rennen zu sichern. In Austin legte der Brite die nächste Meisterfahrt hin. Trotz eines verlorenen Starts ließ er Sebastian Vettel keine Chance.

Lewis Hamilton ist nicht zu stoppen. Am Rennsonntag von Austin komplettierte der Mercedes-Pilot das perfekte Wochenende. Hamilton räumte alle drei Trainingsbestzeiten ab, war in allen Qualifikationsteilen der schnellste Mann und sah als erster Fahrer die Zielflagge nach 56 Runden.

Für den dreifachen Weltmeister ist es der 62. Sieg überhaupt und der neunte in diesem Jahr. Zum fünften Mal in sechs Rennen triumphierte er in Austin. Hamilton strahlte: „Es war eines der spaßigsten Rennen in letzter Zeit. Austin ist jetzt meine Lieblingsstrecke. Die Atmosphäre war fantastisch. Und die äußeren Bedingungen waren optimal. Das Wetter hat um 180 Grad gedreht. Im Gegensatz zur Qualifikation hatten wir Gegenwind in den schnellen S-Kurven. Da kannst du es richtig fliegen lassen.“

Hamilton über wenig Gegenwehr überrascht

Es bewahrheitete sich die alte Austin-Regel. Der Sieger kommt aus der ersten Startreihe. Hamilton gewann zum zweiten Mal nach 2016 von der Pole-Position. Obwohl ihm der Sprint über eine Distanz von 363,5 Meter in die erste Kurve nicht glückte. „Mein Start war bescheiden.“ Vettel hingegen kam bestens vom Fleck, setzte sich daneben und bremste das Auto mit der Startnummer 44 aus.

Weder Hamilton noch die Mercedes-Strategen beunruhigte der Verlust der Spitzenposition. Der WM-Führende folgte Vettel locker. Obwohl er in der verwirbelten Luft fuhr. Ein Zeichen, dass sein Auto das schnellere ist. „Ich wusste auch, dass man hier überholen kann. Deshalb war ich sehr entspannt hinter Sebastian. Die Situation erinnerte mich an 2012. Auch damals hatte ich ihn vor mir und konnte ihn überholen.“ Die Mercedes-Taktiker waren nicht nur deshalb selbstsicher, weil Hamilton sich im Windschatten von Vettel hielt, sondern auch, weil sie Ferrari durch einen früheren Boxenstopp hätten schlagen können. Oder im anderen Fall durch längeres Fahren und nur einen Stopp.

Hamilton beugte den Taktik-Gedanken vor und schnappte sich das rote Auto auf der Strecke. Mit DRS-Unterstützung zog er in der sechsten Runde auf der langen Geraden neben Vettel und vollstreckte auf der Bremse. „Ich war überrascht, dass sich Sebastian nicht richtig gewehrt hat. Ich hätte mehr gemacht“, meinte Hamilton. Vettel zuckte mit den Schultern. „Vielleicht hätte ich aggressiver verteidigen sollen. Aber was hätte es genützt? Sie waren einfach schneller.“

Hamilton will alle Rennen gewinnen

Ferrari versuchte, mit einem früheren Reifentausch im 16. Umlauf zu retten, was eigentlich nicht zu retten war. Hamilton hatte seinen Verfolger bis dahin um 5,4 Sekunden abgehängt. Für Mercedes bestand also keine unmittelbare Gefahr für einen Undercut. Deshalb holte man zunächst Valtteri Bottas rein. Und die Nummer eins erst drei Runden nach Vettel. Es wurde knapp. Hamilton reihte sich nur wenige Meter vor dem Ferrari ein. Über Funk klagte der Pilot. „Musste das sein?“. Mercedes hatte die Reifenperformance unterschätzt. Man war davon ausgegangen, dass Vettel zwar auf der ersten fliegenden Runde viel Zeit gewinnt. Danach aber nicht mehr in so großem Ausmaß. Vettel hielt die Geschwindigkeit hoch. „Wir müssen für die Zukunft in solchen Situationen mehr Puffer einbauen“, fordert Teamchef Toto Wolff.

Hamilton legte die Ultrasofts genau zum anvisierten Zeitpunkt ab, um ein Einstopprennen durchzuziehen. Weil Regen vor dem Rennen den Gummi von der Bahn gespült hatte, war die Strategie zwischen einem und zwei Reifenwechseln völlig offen. Mercedes zog den Grand Prix mit nur einem Tausch durch. Ferrari hingegen absolvierte mit Vettel zwei Stopps. „Bis 25 Runden vor Ende wussten wir nicht, ob es besser ist, einmal zu wechseln oder zwei Mal“, berichtete Wolff.

Die Führung gab Hamilton abgesehen vom Start zwischen den Runden 19 und 23 ein weiteres Mal ab. Kimi Räikkönen blieb eine Runde länger draußen. Max Verstappen, der auf Supersofts gestartet war, musste Hamilton auf der Strecke überholen. Er machte es mit Bedacht, gekonnt und ohne Berührung. Hamilton managte die Spitze, ohne sich verausgaben zu müssen. „Die Balance des Autos war perfekt. Wir haben es genau richtig hinbekommen mit dem Setup.“ Im Ziel betrug sein Vorsprung auf Vettel mehr als zehn Sekunden.

Mercedes gewann durch das Ergebnis vorzeitig die Team-WM. Zum vierten Mal in Folge. Hamilton selbst muss in den verbleibenden Rennen nur einmal Fünfter werden, um den vierten Titel zu erobern und mit Vettel gleichzuziehen. „Ich lasse das nicht in meinen Kopf. Es sind noch drei Rennen. Ich will alle gewinnen.“

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