Lewis Hamilton - GP Mexiko 2016 xpb
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2016
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2016
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2016
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 27. Oktober 2016 91 Bilder

Mercedes-Duell beim GP Mexiko

Hamilton sieht weiter Gespenster

Nico Rosberg kann am Wochenende schon Weltmeister werden. Lewis Hamilton will das verhindern. Mehr noch. Er muss den Rückstand um mehr als nur 7 Punkte verkürzen. Wie gehen die Mercedes-Piloten mit der Aufgabenstellung um?

Es ist eine neue Rollenverteidigung. Nico Rosberg ist der WM-Favorit. Und Lewis Hamilton der Herausforderer. Bei 26 Punkten Vorsprung kann Rosberg beim GP Mexiko schon Weltmeister werden. Oder er kann Hamilton hinterherfahren und mit dann 19 Zählern Vorsprung vor den letzten beiden Rennen immer noch in der Marschroute liegen.

Bei Hamilton geht es bei jedem Rennen um Alles oder Nichts. „Mein Ziel ist es, alle 3 Rennen zu gewinnen. Mehr kann ich nicht tun. Ich konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann. Wenn es anders kommt, dann habe ich verloren, weil die andere Seite der Garage weniger technische Probleme hatte.“ Bereitet da einer schon die Erklärung für den Fall der Niederlage vor?

Rosberg blendet WM-Titel weiter aus

Rosberg will weiter das Wort „WM-Titel“ nicht in den Mund nehmen. Angeblich hat er vor 4 Wochen zum letzten Mal auf den WM-Stand geschaut. „Und jetzt kenne ich ihn natürlich, weil ich ungefähr 25 Mal danach gefragt wurde.“

Auch jetzt, wo er zum ersten Mal in der Saison den Sack zumachen kann, fühlt Rosberg nicht den besonderen Moment. „Natürlich ist mir das bewusst. Es ist cool, dass ich mich in diese Situation gebracht habe. Aber ich konzentriere mich nur darauf, das Rennen am Sonntag zu gewinnen. Die Anspannung ist da, aber sie unterscheidet sich nicht von anderen Grand Prix.“

Viel mehr bekommt man aus Rosberg dieser Tage nicht heraus. Das große Bild ist ausgeblendet. Was zählt, ist der Moment. „Ich will es so einfach wie möglich halten und möchte keine Energie auf Dinge verschwenden, die mir nichts bringen.“

Hamilton zittert bis Abu Dhabi

Hamilton ist da schon gesprächiger. Der Titelverteidiger breitete wieder sein ganzes Seelenleben vor den Fragestellern aus. So verrät er, dass die Angst vor dem Defekt von nun an bis zum letzten Rennen mitfährt. „Ich werde erst mit der Zielflagge in Abu Dhabi aufatmen. Die Jungs im Team tun alles, damit Motor und Getriebe halten, aber es gibt Dinge, die man nicht beeinflussen kann. In Malaysia bekam ich einen brandneuen Motor. Und er ist trotzdem geplatzt.“

Eigentlich hat der Engländer nichts mehr zu verlieren. Er könnte sich auf den Standpunkt stellen, dass vom Punktestand her alles schon verloren ist und es deshalb eigentlich nur noch besser werden kann. Ansatzweise versucht er das auch: „Ich habe akzeptiert, dass es Dinge außerhalb meiner Kontrolle gibt. Ich kann nur versuchen, 3 Mal die bestmögliche Leistung abzuliefern. Ich weiß aber auch: Noch ein Defekt am Motor oder am Getriebe, und es ist vorbei.“

Mit Hochrechnungen oder falschen Hoffnungen will sich Hamilton nicht mehr befassen. Er will nicht darüber spekulieren, auf welcher Strecke ihm die Red Bull Schützenhilfe leisten können. „Was, wäre, wenn bringt mich nicht weiter. Ich muss mich auf das fokussieren, was ist.“ Der WM-Zweite will auch nicht mehr darüber nachdenken, ob Rosberg noch ein Defekt ereilt oder ob sich am Sonntag die 20 Prozent-Chance auf Regen erfüllt: „Ich nehme, wie es kommt. Regen wäre willkommen. Aber ich bin auf alles vorbereitet.“

Motorentausch in Mexiko macht keinen Sinn

Der GP Mexiko ist das Rennen, vor dem die Techniker am meisten Respekt haben. Die Lage 2.240 Meter über dem Meer stresst die Turbinen der Turbolader, die Bremsen und ist eine Herausforderung für die Kühlung. „In der Theorie müsste es hier die meisten Ausfälle geben“, sagen die Mercedes-Ingenieure. Im letzten Jahr widerlegte die Praxis die Theorie. Es gab nur zwei Defekte im Feld.

Rosberg kann sich einen Ausfall leisten, Hamilton nicht. „Die Gedanken, die sich Lewis um die Zuverlässigkeit macht, sind unbegründet. Er zieht sich damit nur mental runter“ schütteln die Techniker im Team den Kopf. Das geht so weit, dass Hamilton am liebsten zwischen Freitag und Samstag seine beiden Motoren tauschen würde. Den älteren am Freitag, den jüngeren für den Rest des Wochenendes.

Die Ingenieure versuchen ihm das auszureden. „In Mexiko ist es besser, wenn der Motor das ganze Wochenende drinbleibt. Wegen des geringeren Luftdrucks in der Höhe müssen die Antriebseinheiten speziell kalibriert werden. Das willst du nicht zwei Mal tun. Nico behält auch seinen Austin-Motor drin.“

Rosberg sollte besser nicht auf Ankommen und zweite Plätze fahren, raten sie im Team. Weil das der sicherste Weg ist, sich hinterher Vorwürfe zu machen, wenn dann in letzter Minute doch noch etwas schiefgeht. „Nicos Ziel muss es sein, noch ein Rennen zu gewinnen. Dann ist er praktisch durch.“

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