Hamilton über Schumi-Duell

"Ich wäre nicht davongekommen"

Formula 1 Grand Prix, Italy, Sunday Race Foto: xpb.cc 54 Bilder

Lewis Hamilton wurde in Singapur mehr über die Vergangenheit als über die Zukunft befragt. Thema ist immer noch sein Duell mit Michael Schumacher in Monza. Der Engländer glaubt, dass er in Schumachers Position nicht ohne eine Strafe davongekommen wäre.

Lewis Hamilton weigert sich das Wort Niederlage in den Mund zu nehmen. Die Weltmeisterschaft ist erst vorbei, wenn sie vorbei ist. "Es wäre schade, wenn sie schon hier in Singapur zu Ende ginge", schleudert er eine Kampfansage in Richtung Sebastian Vettel. Trotzdem glaubt auch er nicht mehr ernsthaft daran, den Red Bull-Piloten noch zu stoppen. Die Lehren aus dieser Saison: "Wir müssen nächstes Jahr besser werden."

Dann ging der Blick zurück Richtung Monza. Das Duell mit Michael Schumacher ist noch nicht vergessen. Nicht für Lewis Hamilton. Nach dem Geschmack des McLaren-Piloten, hat sein Gegner ein bisschen zu oft die Spur gewechselt, als er ihm 26 Runde lang vor der Nase herumfuhr. Das Problem war nicht nur der kurz übersetzte siebte Gang.

Schumacher "nur" verwarnt

"Es machte nur Sinn, es an zwei Stellen zu probieren. Vor der zweiten Schikane und Ascari. Nur da hatte ich die Chance sofort danach einen kleinen Vorsprung herauszufahren und den Windschatten zu brechen. Solange Michael die Chance gehabt hätte, sein DRS zu aktivieren, hätte er mich locker wieder geschnappt."

Hamilton wunderte sich, dass der Mercedes-Pilot während des Rennens von der Rennleitung nur verwarnt wurde. "Hätte ich das gleiche gemacht, wäre ich nicht so davongekommen." Trotzdem will Hamilton keinen großen Wind machen. "Ich habe mir schon oft genug den Mund verbrannt, und meistens habe ich die Quittung dafür bekommen, zu offen mit meiner Meinung zu sein. Es ist hart, manche Dinge schlucken zu müssen. Ungefähr so, als würde dir einer mit der Faust ins Gesicht schlagen und du darfst dich nicht wehren."

Überholkodex kann nicht abgeschafft werden

Es ist nicht die Saison des Lewis Hamilton. Der Weltmeister von 2008 pendelt zwischen Gut und Böse, zwischen Genialität und Schlamperei. Hamilton war 2011 Stammgast in der Rennleitung. Und nicht immer waren die Strafen gegen ihn nachvollziehbar. "Ich habe eine Platinum-Mitgliedskarte dort", lächelte er jüngst gequält.

Bei all den Diskussionen um erlaubt und nicht erlaubt, stellt sich die Frage, ob man den Überholkodex nicht einfach vergessen sollte. So wie vor 20 Jahren. Da wurde nicht über Spurwechsel gestritten. Die Fahrer wussten selbst, wie weit sie gehen konnten. "Das ist heute leider nicht mehr möglich", bedauert Hamilton. "Da wären wir wohl alle im Gefängnis."

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