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Lewis Hamilton - Mercedes W08 - F1 - 2017
Mercedes AMG W08 - F1-Auto - 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 28. Februar 2017
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Hamilton zieht mit Vettel & Prost gleich

Ritterschlag nach viertem Titel?

Vier Titel in elf Jahren – Lewis Hamilton hat sich 2017 endgültig in den Formel 1-Olymp gefahren. Der Weltmeister freut sich bereits auf das nächste Jahr und Zweikämpfe gegen Max Verstappen und Sebastian Vettel.

Würde der GP Mexiko für sich stehen, wäre es für Lewis Hamilton ein Grand Prix zum Vergessen gewesen. Startunfall, früher Boxenstopp, demoliertes Auto, Platz neun im Ziel. Mit einer Runde Rückstand. Das passierte ihm zuletzt beim GP Spanien 2013.

Vier Jahre später hat sich der 32-jährige Engländer inzwischen 3 weitere Titel einverleibt. 2008, 2014, 2015 und 2017 wurde Hamiltons Name auf den WM-Pokal eingraviert. In Mexiko zog er nach Meisterschaften mit Alain Prost und Sebastian Vettel gleich. Das machte das Rennen doch zu einem besonderen.

Sir Lewis Hamilton?

Hamilton könnte bald noch mehr Grund zur Freude haben. Es heißt, Queen Elizabeth II erwäge, ihn zum Ritter zu schlagen. „Ich vermisse die Queen seit unserem letzten Mittagessen. Es wäre erst einmal eine große Ehre, wieder in den Königspalast eingeladen zu werden. Ich bin stolz, mein Land zu vertreten und versuche es, auf die beste Weise zu repräsentieren. Wenn das irgendwann honoriert wird, wäre ich unglaublich geehrt. Den Titel Sir zu tragen, wäre unglaublich“, spricht der neue Champion.

Hamilton führt in dieser Saison praktisch in allen wichtigen Statistiken. Er hat mit neun Siegen die meisten Erfolge. Er hat mit elf die meisten Pole Positions. Er schaffte es in bisher 18 Rennen als einziger, jedes zu beenden und auch immer zu punkten. Hamilton zeigte sich nach dem verlorenen Jahr 2016 gegen Nico Rosberg noch stärker, noch reifer, noch motivierter. Hamilton fährt praktisch fehlerfrei.

Die Atmosphäre im Team stimmt wieder, nach einer Saison der inneren Kämpfe. „Lewis und ich hatten ein klärendes Gespräch nach Saisonende“, erzählt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Er kam an einem Samstag zu mir nach Hause. Wir haben uns hingesetzt, alles ausdiskutiert, was passierte, und die Frustration hinter uns gelassen. Es war ein ganz transparentes Gespräch. Seither gibt es keine Unstimmigkeiten mehr.“

Hamilton als Mercedes-Anführer

Hamilton - Bottas - GP Mexiko 2017 - Rennen
Wilhelm
Das Duell mit Valtteri Bottas wurde in der zweiten Saisonhälfte sehr einseitig.

Ohne den Feind im eigenen Team wuchs Hamilton weiter. Der neue Gegner hieß Ferrari. Und Sebastian Vettel. Spätestens mit dem Ende der Sommerpause stellte Hamilton die teaminternen Verhältnisse klar. Bottas hält seither nicht mehr Schritt, verliert jedes Qualifying und sieht im Rennen kein Land.

„Ich fühle mich noch mehr in der Rolle des Anführers. Ich motiviere das Team und leite sie bei der Entwicklung des Autos“, äußert sich der jetzt viermalige Formel 1-Weltmeister. Der Schlüssel zum Titel war die Konstanz. „Ich habe mich im Qualifying weiter gesteigert. Meine Starts waren stark. Ich würde aber nicht eine Sache herauspicken. Ich habe mich einfach darauf konzentriert, der kompletteste Fahrer zu sein, der möglich ist.“ Es ist ihm gelungen.

Und wo reiht sich der vierte WM-Titel ein? „2008 war es unglaublich schwer. Die weiteren Titel haben sich alle anders angefühlt.“ Wie sieht es für Mercedes aus? „Dieser Erfolg war sicher der schwerste mit den neuen Regeln und den neuen Reifen. Und einem starken Ferrari“, findet Wolff. „Dann kam ja noch Red Bull als Gegner hinzu. Aber 2014 war schon etwas ganz Besonderes und der Lohn für unsere harte Arbeit zuvor.“

Neuer Mercedes-Vertrag nur Formsache

Hamiltons Vertrag mit Mercedes läuft Ende 2018 aus. Beide Seiten sind gewillt, die Zusammenarbeit zu verlängern. „Wir haben vor geraumer Zeit in der Fabrik schon einmal darüber gesprochen. Jetzt ist die notwendige Ruhe da. Im nächsten Monat sollte es über die Bühne gehen“, sagt Hamilton, der sich schon auf 2018 freut.

„Ich war schon heute so aufgeregt, als wir zu dritt Richtung erste Kurve gefahren sind. Sebastian war bis heute der höchst dekorierte Mann im Feld. Max ist ein kommender Weltmeister. Ich hoffe, dass wir bald schon wieder einen heißen Kampf haben.“

Red Bull hat er für die nächste Saison auf der Rechnung. „Max ist ein Rohdiamant. Die Erfahrung und die Siege werden sein ganzes Potential freisetzen. Er treibt mich an, um noch besser zu werden und auf ein höheres Level zu kommen. Es ist toll, dass Red Bull wieder mitmischt. Hoffentlich haben sie im nächsten Jahr einen starken Motor. Mercedes, Ferrari und Red Bull: Das wäre großartig für den Sport.“

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Der vierte Titel war ein hartes Stück Arbeit für Lewis Hamilton.

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