Lewis Hamilton - Mercedes - GP USA - Austin - Formel 1 - Donnerstag - 19.10.2017 sutton-images.com
Ferrari - GP USA - Austin - Formel 1 - Donnerstag - 19.10.2017
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Hamilton will weiter angreifen

5. Austin-Sieg im Visier

Lewis Hamilton führt die Weltmeisterschaft souverän an. In Austin kann er bereits Weltmeister werden. Defensiv fahren will er deshalb trotzdem nicht. Stattdessen peilt er seinen fünften Sieg in Austin und seinen sechsten in den USA an.

Es läuft für Lewis Hamilton. Besonders seit dem Ende der Sommerpause. Seit Belgien hat der Mercedes-Pilot vier von fünf Rennen gewonnen. In jedem dieser Grand Prix schnitt er besser ab als WM-Rivale Sebastian Vettel geworden. Aus einem Rückstand ist ein Vorsprung von 59 Punkten geworden.

Hamilton der Austin-Spezialist im Feld

Und jetzt wartet auf den Formel 1-Tross eine Strecke, die wie auf den Leib für den 32-Jährigen geschneidert ist. Hamilton siegte auf dem Circuit of the Americas bereits vier Mal. Bei fünf ausgetragenen Rennen. Nach seinem Auftaktsieg 2012 triumphierte Hamilton die letzten drei Jahre hintereinander in Austin. Die USA sind ein gutes Pflaster für den dreimaligen Weltmeister, der 2007 zudem in Indianapolis gewann. Am kommenden Rennwochenende will der WM-Führende seinen sechsten Erfolg in den USA feiern. Trotz seines großen Vorsprungs in der Weltmeisterschaft denkt er nicht daran, defensiv zu fahren und sein Punktepolster zu verwalten. „Ich bin hier, um zu gewinnen“, sagt Hamilton. „Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern. Ich muss weiter Druck ausüben.“

Hamilton kann in Austin den Titel aus eigener Kraft noch nicht einfahren. Er braucht die Mithilfe von Sebastian Vettel und Ferrari. Bei einem Sieg dürfte Vettel nicht besser als Rang sechs abschneiden. Bei einem zweiten Platz dürfte der Ferrari-Pilot bestenfalls als Neunter ins Ziel kommen. Hamilton erwartet nicht, dass die Ferrari-Misere aus Asien auch in Amerika anhält. Deshalb rechnet er nicht mit einem vorzeitigen Titelgewinn. „Sebastian und Ferrari haben uns das ganze Jahr einen großen Kampf geliefert. Sie werden hier mit ein paar Upgrades fahren. Ich erwarte sie wieder stark. Sie werden ein siegfähiges Auto haben.“ Mercedes seinerseits hält mit einem neuen Unterboden dagegen.

Keine Protest-Aktion gegen Trump geplant

Ohnehin ist es dem 61-fachen GP-Sieger laut eigenen Angaben egal, auf welchem der verbleibenden vier Kurse er seine vierte Weltmeisterschaft klarmacht. „Egal, ob es hier, in Mexiko, Brasilien oder Abu Dhabi entschieden wird. Hauptsache ich gewinne die WM.“ Von glücklichen Umständen will Hamilton nichts wissen. Ferraris Schwächephase würde aus seiner Sicht den WM-Triumph nicht entwerten. „Wenn ich Weltmeister werde, verdiene ich es auch.“

Das sehen auch die meisten Experten im Fahrerlager so. Spätestens seit der Sommerpause fährt Hamilton in einer eigenen Liga. Er macht praktisch keine Fehler, und holt aus jeder sich bietenden Möglichkeit das Maximum heraus. In einem Auto, dass zwar sehr schnell ist, wenn Mercedes das Reifen- und Setupfenster trifft, dass aber auch biestig sein kann, wenn nur der kleinste Parameter nicht stimmt. Dann macht der Fahrer den Unterschied. Zu sehen am teaminternen Duell, indem Bottas kein Land mehr sieht. Was ist das Erfolgsgeheimnis eines Fahrers, der Probleme wie kein Zweiter umfahren kann? „Ich bin mir der Stärken und Schwächen unseres Autos bewusst. Es macht Spaß, dieses Auto zu fahren. Weil es nicht einfach zu fahren ist. Zusammen mit meinen Ingenieuren bringen wir die Balance meistens hin, damit ich mich wohlfühle.“

Hamilton genießt den Augenblick. Und zieht seine Stärke auch aus den Erfahrungen, die er in zehn Jahren Formel 1 gemacht hat. „Es hilft mir, Druck abzubauen und das zu genießen, was ich am liebsten mache.“ Das sind Rennfahren und gewinnen. Aber Hamilton wäre nicht Hamilton ohne Kontroverse. In Austin wird spekuliert, ob der achtmalige Saisonsieger während der US-amerikanischen Hymne hinknien könnte. Wie es die Footballspieler aus Protest gegen Präsident Donald Trump machen. „Ich habe viel mit Amerikanern gesprochen. Ich weiß, wie sie fühlen und unterstütze die Bewegung. Aber ich habe keine Pläne oder Absichten, hier irgendetwas zu machen“, beteuert Hamilton.

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