Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017 Foto: ams
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Hamiltons Spielverderber in Baku

Perez und Nackenstütze waren schuld

Lewis Hamilton hatte zwei Spielverderber in Baku. Eine loser Nackenschutz kostete ihn den Sieg, eine langsame Runde nach dem Boxenstopp den Platz gegen Sebastian Vettel. Inzwischen gibt es die Hintergründe dafür.

Lewis Hamilton kann im Rückblick auf den GP Aserbaidschan von einer doppelten Niederlage sprechen. Er hätte das Rennen gewinnen können, doch ein loser Nackenschutz zwang ihn an die Box. Er hätte vor Sebastian Vettel ins Ziel kommen können, doch er hatte Pech mit Verkehr. Inzwischen weiß man bei Mercedes besser, wer Hamiltons Spielverderber in Baku waren.

Sebastian Vettel hatte nichts damit zu tun. Auch wenn sein Rammstoß gegen den Mercedes das Ereignis war, dass den Zuschauern im Gedächtnis haften blieb. Doch mit dem Revanchefoul hat sich Vettel keinen Gefallen getan. Die Zehnsekunden-Strafe kostete ihn den möglichen Sieg. Sein WM-Gegner hatte da schon einen Notstopp wegen eines lockeren Nackenschutzes eingelegt und war auf Platz 8 zurückgefallen.

Nackenschutz stand 23 Minuten in der Hitze

Zehn Tage später hat Mercedes ein besseres Bild, warum der schaumgefüllte Kragen sich bei voller Fahrt löste. Ob er nach der 23-minütigen Rennpause nicht passgenau eingesetzt wurde, lässt sich im Nachhinein nicht mit Sicherheit sagen. Vermutlich war das ein Puzzlestein zum späteren Problem. Sicher ist, dass die Nackenstütze während der Pause in der Fast lane der Boxengasse 23 Minuten lang in der prallen Sonne stand, während Hamilton ausgestiegen war.

In dieser Zeit dehnte sich der Schaum im Inneren aus und blähte den Kragen am hinteren Ende auf. Damit standen die beiden Sicherungsstifte nicht mehr so weit vor wie sie sollten. Wenn dann der U-förmige Schutz nicht hundertprozentig eingesetzt wurde, kann es sein, dass einer der Stifte nicht richtig in seiner Führung saß.

Der unplanmäßige Boxenstopp kostete Hamilton den Sieg. Nicht notwendigerweise aber einen Platz gegen Vettel. Der Ferrari-Pilot verbrachte bei seinem Strafstopp 2,3 Sekunden mehr in der Boxengasse als sein WM-Gegner. Doch Hamilton stolperte über seine langsame Runde aus den Boxen heraus. Jetzt wissen wir auch warum. Der Mercedes-Pilot hing eine komplette Runde hinter Perez fest, der längst überrundet war. Da verlor Hamilton die entscheidende Zeit auf Vettel.

Stroll hat im Duell mit Bottas nichts falsch gemacht

Hamiltons Pech war das Glück für Valtteri Bottas. Der Finne korrigierte dank drei Safety Car-Phasen die Folgen seiner Kollision mit Kimi Räikkönen in der Startrunde. Und griff am Ende den zweitplatzierten Lance Stroll an. 115 Meter vor dem Ziel schob sich Bottas an Stroll vorbei. Mit einer Speed-Differenz von 34 km/h.

Valtteri Bottas - Mercedes - GP Aserbaidschan 2017 - Baku
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Der Finne gab zu, dass Stroll aus seiner Sicht nichts falsch gemacht hat: „Er kam gut aus der letzten Kurve, ist sie ganz innen auf der kürzesten Linie gefahren und hat auch sauber rausbeschleunigt. Ich hätte nichts anders gemacht als Lance.“ Trotzdem kam Bottas vorbei. Mercedes-Ingenieure versuchen den ungewöhnlich großen Tempo-Überschuss zu erklären. „Der Windschatten und DRS haben Valtteri ein Plus von 22 km/h gegeben. Wir hatten noch einen Schuss im Quali-Modus frei, Stroll wahrscheinlich nicht. Das sind noch einmal 5 km/h.“
Wo die restlichen 7 km/h Speed-Differenz geblieben sind, kann nur vermutet werden. Möglicherweise hat Stroll zu viel von seiner Elektro-Power schon zu Beginn der Runde verballert, und sein Motor ging im letzten Drittel der Gerade bereits ins De-Rating. Das hieße, dass er wieder Leistung gebunkert hat.

Bottas hatte sich alles für das große Finale aufgehoben. Den Quali-Modus und die volle Elektro-Power. Sein Gegner Stroll wollte gar nicht mehr darüber nachdenken, wo er beim Dragster-Rennen auf der Zielgeraden verloren hat. „Valtteri war einfach so viel schneller als ich. Ehrlich gesagt habe ich mich auch gewundert, dass das nur vom DRS gekommen sein soll. Am Ende ist es egal. Den Fall vom zweiten auf den dritten Platz kann ich verkraften. Es wäre schlimmer gewesen, vom ersten auf den zweiten oder vom dritten auf den vierten Platz zu fallen.“

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