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Hartley verpasst Spanien-Qualifying

„Der härteste Crash meiner Karriere“

Brendon Hartey - GP Spanien 2018 Foto: Jerry André 68 Bilder

Brendon Hartley konnte in Barcelona nicht am Qualifying teilnehmen. Der Neuseeländer hatte sein Auto bei einem heftigen Crash im dritten Training nachhaltig beschädigt. Der Toro Rosso-Pilot sprach vom heftigsten Einschlag seiner Karriere.

12.05.2018 Tobias Grüner

Der Unfall passierte kurz vor dem Ende der dritten Trainingsession. Brendon Hartley versuchte sich mit wenig Sprit und weichen Reifen auf das Qualifying einzuschießen, als das Auto in Kurve 9 plötzlich hinten ausbrach. Der Blondschopf nahm den Crash auf die eigene Kappe: „Beim Einlenken fahre ich dort immer ein wenig außen auf die Randsteine. Dieses Mal waren es aber zwei, drei Zentimeter mehr nach links als sonst und ich bin auf das Gras gekommen. Deshalb habe ich beim Einlenken sofort die Kontrolle verloren.“

Das Auto drehte sich um die eigene Achse und rutschte rückwärts durchs Kies mit voller Wucht in die Bande. „Ich war nur noch Passagier. Ich habe gemerkt, dass das Auto etwas gebremst wird, aber ich wusste, dass der Einschlag irgendwann kommen würde. Es war wie in Zeitlupe, aber gleichzeitig ging auch alles so schnell. Ich habe versucht mich im Cockpit auf den Aufprall vorzubereiten. Es war echt ein heftiger Crash – wohl der härteste meiner Karriere“, berichtete der Pilot anschließend.

Toro Rosso-Heck komplett zerstört

Brendon Hartley - GP Spanien 2018 Foto: sutton-images.com
Beim Versuch das Auto zu bergen, brach der hintere Teil des Hecks ab.

Hartley brauchte ein paar Minuten, bis er sich gesammelt hatte und aus dem Wrack aussteigen konnte. Bevor es zur Untersuchung ins Medical Center ging, beobachtete er noch, wie die Streckenposten versuchten, den völlig zerstörten STR13 zu bergen. Beim Anheben brach im Heck auch noch das Getriebe vom Rest des Autos ab. „Ich weiß noch nicht, wie groß der Schaden genau ist. Aber wir haben alle Ersatzteile hier, so dass ich am Sonntag sicher wieder starten kann“, gab Hartley Entwarnung.

Weil Toro Rosso ohne Technik-Upgrades nach Barcelona reiste, muss sich der Mann aus Palmerstown North auch keine Sorgen machen, dass sein Auto nicht auf dem neuesten Stand wieder aufgebaut wird. Aber auch ohne neue Teile war Toro Rosso in Spanien auf einem guten Weg: „Wir haben mit dem Setup im Training viel ausprobiert und konnten echte Fortschritte erzielen. Wir waren deutlich konkurrenzfähiger als zuletzt. Deshalb bin ich auch echt frustriert, dass ich nicht am Qualifying teilnehmen konnte. Pierre (Gasly) war nicht so weit entfernt vom Einzug ins Q3.“

Hartley hofft trotzdem noch auf Punkte

Brendon Hartey - GP Spanien 2018 Foto: sutton-images.com
Der Toro Rosso konnte nicht rechtzeitig zum Qualifying repariert werden.

Das wichtigste war allerdings, dass Hartley bei dem Crash unverletzt blieb. „Das zeigt, wie sicher die modernen Formel-1-Autos sind. Ich bin noch ein wenig verspannt im Nackenbereich. Das werde ich morgen sicher auch noch spüren. Trotzdem gehe ich optimistisch ins Rennen. Ich peile definitiv WM-Punkte an.“ Vom letzten Startplatz wird das allerdings keine einfache Aufgabe – vor allem auch vor dem Hintergrund des PS-Defizits des Honda-Motors im Toro Rosso.

Mit dem Crash steigt zudem der teaminterne Druck auf Hartley weiter an. Der ehemalige Porsche-Werkspilot steht diese Saison bislang deutlich im Schatten von Teamkollege Pierre Gasly. So schnell wie er das Cockpit beim Red Bull-Junior-Team Ende der letzten Saison bekam, so schnell könnte er es auch wieder loswerden. Wer Helmut Marko, den Chef des Juniorprogramms, kennt, der weiß, dass die Geduld des Grazers begrenzt ist.

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