Haug

"Heiße Dusche, kalte Dusche"

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Nach dem Großen Preis von Frankreich blieb Lewis Hamilton wie schon zuletzt in Montreal ohne WM-Punkte. Mercedes-Sportchef Norbert Haug gibt einen Lagebericht.

Wie hat Lewis Hamilton auf Platz zehn im Rennen und die erneute Bestrafung reagiert?
Haug: "Der war schon ein bisschen sauer über alles. Aber der fängt sich immer wieder ein. Er musste nur fünf Minuten durchatmen. Jetzt haben wir alles zusammengepackt, alle Strafen in ein Wochenende, und jetzt hoffen wir, dass wir alle Strafen hinter uns haben. Und jetzt geht es weiter."

Ist das nicht ausgeschöpfte Potenzial des Teams bislang die
Geschichte der Saison?
Haug: "Im Moment ja. Wenn wir die möglichen Punkte zusammenzählen, fehlt einiges. Aber wir haben zum Beispiel im letzten Jahr fast alle mehr oder minder gemacht und haben dann in der WM aus 17 Punkten Vorsprung noch einen Punkt Rückstand gemacht. Das Pendel schwingt hin und her."

Droht in der WM jetzt eine Alleinfahrt von Ferrari?
Haug: "Nein. Kimi Räikkönen war in der vergangenen Saison zwischenzeitlich 28 Punkte zurück. Viele denken, der Zug ist abgefahren. Gar nichts ist abgefahren. Das ist eine Parallele zum letzten Jahr, nur andersherum. Die Abstände sind wirklich nicht groß."

Wie sehen Sie das diesmal enttäuschende Abschneiden ihres WM-Rivalen BMW-Sauber?
Haug: "Die haben gesehen, wie schwierig es ist. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Willkommen im Club. Nach einem Sieg wird man immer etwas anders gemessen als ohne. So geht es eben: heiße Dusche, kalte Dusche."

Bekommt Hamilton jetzt für sein Heimrennen in Silverstone ein Aufbauprogramm, nachdem er zuletzt mehrfach Fehler gemacht hat?
Haug: "Lewis Hamilton braucht mit Sicherheit keine psychologische Betreuung, er braucht einfach ein paar gute Tipps und einen guten Ausblick auf Silverstone. Da freut er sich wie ein Kind drauf."

Was erwarten Sie denn für den kommenden Großen Preis von Großbritannien?
Haug: "So ein Heim-Grand-Prix ist etwas ganz Spezielles für McLaren und unsere Mitarbeiter. Wir sollten für das Rennen ganz gut aufgestellt sein. Dass Ferrari auch dort ein sehr starker Gegner wird, ist vollkommen klar. Und vielleicht ist sogar auch BMW besser drauf als die Silberpfeile."

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