Haug

"Lewis braucht keine Motivationspille"

Foto: dpa

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat seinem Schützling Lewis Hamilton vor dem Großen Preis von Frankreich am kommenden Sonntag (22.6.) in Magny-Cours den Rücken gestärkt.

"Sicherlich haben wir in dieser Saison einige Punkte nicht geholt, die wir hätten holen müssen", erklärte Haug, "aber das lag nicht an Unfähigkeit. Das ist wie ein Lattenschuss beim Fußball. Uns ist lieber, wir haben gezeigt, dass wir mit echter Siegchance unterwegs sind, als auf Ausfälle anderer zu hoffen."


Was den Fauxpas von Lewis Hamilton beim vergangenen Großen Preis von Kanada betrifft, nimmt der Schwabe seinen Fahrer mit eindeutigen Rechenbeispielen in Schutz: "Lewis hat in seinen 24 Formel 1-Rennen bislang mehr Punkte eingefahren als jeder andere im Fahrerfeld. Und bei 50 Prozent seiner Formel 1-Starts hat er gewonnen oder wurde Zweiter."

Lewis braucht keine Motivationspille

"Sicherlich hat er in Bahrain auch Fehler gemacht. Aber in Barcelona fuhr er ein Bombenrennen und in Istanbul ein noch bombigeres, und erst recht bei seinem Sieg in Monaco. Fehler unterlaufen jedem Menschen, und ich habe Fehler schon von ganz anderen erlebt. In Kanada hat er seine Strafe bekommen. Aber nach Montreal hat er keine Motivationspille gebraucht. Lewis hat sich seine Bescheidenheit bewahrt, er ist aber nicht geknickt, er ist immer sehr kritisch mit sich selbst, und er wird weiterhin einen sehr guten Job machen. Er ist noch jung, und da darf auch mal was schief gehen."

Taktik noch nicht festgelegt

Am kommenden Sonntag wird Hamilton wegen des Auffahrunfalls in der Boxengasse von Montreal mit Kimi Räikkönen um zehn Strafplätze nach hinten strafversetzt starten. Ergo wird Hamilton irgendwo zwischen Startplatz elf und 14 den GP Frankreich in Angriff nehmen. Auf eine Taktik will sich Haug noch nicht festlegen. "Wer im Mittelfeld startet, hat nach zehn Runden oft schon 40 Sekunden oder mehr Abstand zum Führenden", hat Haug analysiert. "Entweder man macht mit einem leichteren Auto gleich beim Start ein paar Plätze gut, muss dann aber früh zum Tanken hereinkommen und bleibt dann im Verkehr stecken. Oder man leidet zu Rennbeginn, profitiert dann aber im mittleren Rennabschnitt und zum Schluss hin."

Haug erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den Sieg von Michael Schumacher 2004 in Magny-Cours, als dieser mit vier Stopps zum Sieg fuhr. Lieber ist ihm allerdings das Beispiel von 2005, als Kimi Räikkönen wegen eines Motorwechsels strafversetzt von Platz elf ins Rennen ging und noch Zweiter wurde. "Aber damals hatten wir einen überragenden Speed. Wir waren sechs Zehntelsekunden schneller als die Konkurrenz. Das wird es in diesem Jahr nicht geben." Auch Mika Häkkinen gelang 1998 im Regenrennen von Magny-Cours von Startplatz 14 noch der zweite Rang.

Am meisten weiterentwickelt

Dennoch bleibt Haug für den weiteren Saisonverlauf optimistisch: "In Barcelona und in Istanbul hatten wir eine Siegchance. Ich kündige keinen Sieg an, aber - immer unseren Stand vorausgesetzt - haben wir uns im Vergleich zur Konkurrenz am meisten weiterentwickelt."

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