Haug

"Zwangsläufig in der Favoritenrolle"

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Mercedes-Sportchef Norbert Haug sieht seine Truppe vor dem Großen Preis von Ungarn am kommenden Sonntag (3.8.) als Favorit am Start.

"Wenn man zwei Rennen hintereinander gewonnen hat, muss man wohl damit leben", antwortete Haug im Gespräch mit auto-motor-und-sport.de auf die Frage, ob er das McLaren-Mercedes-Team nun zwangsläufig in der Favoritenrolle sieht. Haug, der erfahrungsgemäß tief stapelt, wann immer es geht, gab zu: "Die Favoritenrolle hat niemand gerne."

"Man kann sich nichts dafür kaufen." Wenngleich die vergangenen Testfahrten in Jerez sehr gut für McLaren-Mercedes verlaufen waren, erkennt Haug auf dem engen und winkligen Hungaroring auch wieder die Stärken der Konkurrenz: "Ferrari wird in Budapest wieder enorm stark sein, vielleicht auch BMW."

Ein Indiz dafür sieht Haug darin, dass das zügige Erreichen der Betriebstemperatur der Reifen kein Problem darstellen dürfte. "Die Reifen-Aufwärmproblematik dürfte sich auf dem Hungaroring weit weniger ausgeprägt darstellen als auf anderen Strecken. Der Asphalt ist sehr schwarz und daher heiß." Der McLaren gilt auf Grund seiner Gewichtsverteilung und Radaufhängungsgeometrie als ein Fahrzeug, das die Reifen sehr schnell auf die erforderliche Betriebstemperatur bringt.

Überholmanöver sind Mangelware

"Der Hungaroring ist neben Monaco der langsamste Kurs im GP-Kalender", stellt der Schwabe fest. Das habe den Vorteil, das hier der Motor nicht so stark belastet wird. Andererseits: "Überholmanöver, wie wir sie zuletzt in Hockenheim gesehen haben, sind hier rar. Das dürfte nur funktionieren, wenn einem Piloten in der letzen Kurve vor Start und Ziel ein Fehler unterläuft, damit der nachfolgende Fahrer dann am Ende der Start- und Zielgeraden attackieren kann." Daher ist neben einem guten Startplatz und den optimal ausgeführten Boxenstopps sowie der Rennstrategie das Tempo wichtig: "Wer mit dem besten Speed am längsten fahren kann, hat den größten Vorteil."

Gute und schlechte Erinnerungen an das Vorjahr

Was den Hungaroring betrifft, hat Haug gute und schlechte Erinnerungen an das Vorjahr. Einerseits ist da der Sieg von Lewis Hamilton gewesen. Andererseits war da auch die Affäre in der Boxengasse, als Alonso seinen damaligen Teamkollegen Hamilton absichtlich blockierte, dafür um fünf Startplätze nach hinten strafversetzt wurde und im weiteren Verlauf des Rennwochenendes seinen Teamchef Ron Dennis mit Wissen über die damalige Spionageaffäre zu erpressen versuchte. Diese Affäre bezahlte Mclaren nur wenige Wochen später mit 100 Millionen Dollar Strafe und dem Verlust sämtlicher WM-Punkte.

Kovalainen-Weiterverpflichtung noch nicht unter Dach und Fach

Dass eine ähnliches Kameradschafts-Foul vom heutigen Mclaren-Pilot Heikki Kovalainen zu erwarten wäre, hält nicht nur Sportchef Haug für völlig unwahrscheinlich. Doch die avisierte Weiterverpflichtung des Finnen ist noch in der Schwebe. Haug: "Wir haben da keinen Zeitdruck, keinen fixen Termin", verkündete er abermals, wie schon zuletzt vor zwei Wochen. McLaren lässt da eher das Kovalainen-Managment zappeln. Dieses will für den WM-Sechsten, der zum Fahrer-Pool von Flavio Briatore gehört, einen höheres Gehalt aushandeln, wie in der neuesten Ausgabe von auto motor und sport zu lesen ist, die am Donnerstag (31.7.) erscheint.

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