Heidfeld gegen Pizzonia

Knapper Sieg

Das große Duell zwischen Antonio Pizzonia und Nick Heidfeld endete ohne wirklichen Sieger. Beide Kontrahenten waren beim entscheidenden Zweikampf unter gleichen Bedingungen gleich schnell. Am Nachmittag schob sich der Deutsche knapp nach vorn. Das Team zögert die Entscheidung über die Vergabe des zweiten GP-Cockpits hinaus.

Der von Teameigner Patrick Head angekündigte große Shootout war am Ende doch nur eine Momentaufnahme. Am Vormittag des vierten Testtages in Jerez wurden die beiden Kontrahenten Antonio Pizzonia und Nick Heidfeld mit gleicher Benzin-Füllung und identischen Reifen für zehn Runden auf die Bahn geschickt.

Die erste schnelle Runde von Nick Heidfeld war in 1:17,35 Minuten die schnellste, doch Pizzonias bester Umlauf dauerte mit 1:17,40 Minuten nur fünf Hundertstelsekunden länger. Danach wendete sich das Blatt zugunsten Pizzonias, denn Heidfeld kämpfte mit körnenden Reifen. Zum Ende kletterten die Zeiten über 1:21 Minuten - zwei Sekunden langsamer pro Runde als bei Pizzonia.

Patrick Head: "Erwarte Extraleistung"

Ein Hydraulik-Leck legte am Vormittag den Wagen von Heidfeld längere Zeit lahm. So konnte er lediglich 57 Runden drehen, während Pizzonia auf 141 Runden kam. Am Nachmittag schickte das Team beide Fahrer mit unterschiedlichen Reifenmischungen für ein normales Testprogramm auf die Strecke. Heidfeld fuhr kurz vor Toreschluss die zweischnellste Zeit des Tages in 1:16,740 Minuten, Pizzonia war in 1:17,056 Minuten Sechstschnellster. Die Bestzeit ging wie am Vortag an Kimi Räikkönen in 1:16,252 Minuten. Heidfeld hat das Duell gewonnen, die Frage ist, war der Sieg klar genug. Patrick Head, ebenso wie Frank Williams eigentlich ein Verfechter Pizzonias, hatte zuvor angekündigt: "Wir erwarten von Nick schon eine Extraleistung."

"Nick war sowohl im Regen als auch im Trockenen sehr schnell", sagt Technik-Chef Sam Michael. "Andererseits war auch Antonio schnell und hat der Herausforderung standgehalten. Ich werde mich jetzt zu keiner endgültigen Aussage verleiten lassen." Michael kündigte an, dass es mehrere Wochen dauern könnte, bis eine endgültige Entscheidung fällt. Hinter vorgehaltener Hand vermutet mancher im Team: "Es kommt nun darauf an, wieviel Druck BMW ausübt." Williams-Motorenpartner favorisiert Heidfeld.

Nick Heidfeld: "Vielleicht ein paar schlechte Rennen"

Der Deutsche hat sich für den Fall einer Niederlage einen Alternativ-Plan zurechtgelegt: "Vielleicht hat Pizzonia ja 2005 ein paar schlechte Rennen", spekuliert er auf den Wechsel von der Ersatzbank aufs Spielfeld. Den Job als Testfahrer hat der Rheydter ohnehin sicher. Schon am morgigen Samstag meldet sich der 27-Jährige zurück zum Dienst. Die Strecke wird bewässert, Heidfeld soll Reifentests auf nassem Asphalt absolvieren. Antonio Pizzonia ist bereits auf dem Rückweg nach Brasilien.

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