Heidfeld kämpft gegen seine Krise

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Nach zwei guten Rennen in Silverstone und Hockenheim hätte Nick Heidfeld gerne seine Krise für beendet erklärt. Doch dann folgte die Enttäuschung im Qualifying von Budepest.

Wenn nur dieses unselige Trainingsduell nicht wäre. Da steht es im BMW-internen Zweikampf 10:1 für Robert Kubica gegen Nick Heidfeld. Nach Punkten führt der WM-Vierte im Vergleich zu seinem deutschen Teamkollegen mit 49:41. Kubica stand vier Mal auf dem Podest. Nach schnellsten Rennrunden hat Heidfeld mit 6:5 knapp die Nase vorne.

Nick Heidfeld hätte seine Krise gerne für beendet erklärt, doch dann kommt immer etwas dazwischen, das den WM-Fünften frühzeitig aus dem Ausscheidungsrennen in der Qualifikation wirft. In Hockenheim war es ein Windstoß von hinten, der zu einem Verbremser in der Spitzkehre führte. Da war nach dem zweiten Abschnitt der Qualifikation Schluss. 

Toro Rosso im Weg

In Budapest überlebte Heidfeld nicht mal die erste K.O.-Runde, weil in der letzten Kurve Sebastien Bourdais im Weg stand. "Ich musste schon vorher drei Autos überholen. Bourdais hat mich eine halbe Sekunde gekostet." Kritische Stimme aus dem Team: "Nick dürfte erst gar nicht in die Situation geraten, dass es so eng wird."

Heidfeld lässt sich nicht beirren: Das Problem des Reifenaufwärmens sei jetzt mehrere Qualifikationen in Folge nicht aufgetreten, und auch im Rennen stimme der Speed. Von Startplatz 15 aus war am Hungaroring nicht viel zu erwarten. Heidfelds BMW war beim Start randvoll getankt. Er hätte schon ein Safety Car gebraucht, um schnell nach vorne zu kommen.

Über- und Untersteuern im Rennen

Stattdessen wurde er von den gleichen Problemen eingeholt wie Teamkollege Robert Kubica. "Die Reifen hatten keinen Grip, ich hatte mal Über-, mal Untersteuern. Irgendetwas muss schief gelaufen sein. In Hockenheim fahre ich noch die schnellste Rennrunde und 14 Tage später komme ich nicht auf Zeiten."

Trotz kritischer Stimmen bleibt Heidfeld optimistisch. Mit 41 Zählern liegt er auf Rang sechs der Gesamtwertung. "Ich wundere mich, dass ich trotz der Probleme in der WM-Tabelle noch recht weit vorne stehe."

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