Heimpleite in Suzuka

Alonso-Attacke gegen Honda

Fernando Alonso - GP Japan 2015 Foto: xpb 51 Bilder

Fernando Alonso hat die Schnauze voll. Im Rennen von Suzuka ließ der Spanier seinem Frust freien Lauf. Schon über Funk sprach er von einer peinlichen Vorstellung. Die Motor-Power ähnele einem GP2-Auto. Trotzdem bestätigte McLaren-Chef Ron Dennis, dass man 2016 mit beiden Fahrern weitermachen will.

Fernando Alonso macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Sein Renningenieur bekam in Suzuka einiges auf die Ohren. Als der Spanier hilflos zuschauen musste, wie die Konkurrenz in den ersten Runden an ihm vorbeiflog, beklagte sich der zweifache Weltmeister über Funk. "Ich werde hier überholt wie ein GP2-Auto. Das ist echt peinlich, sehr peinlich."

Alonso lässt Frust freien Lauf

Alonso wiederholte sein Leid zu einem späteren Zeitpunkt des Rennens noch einmal. "GP2-Motor, GP2!", schrie er den Verantwortlichen am Kommandostand in die Kopfhörer. Die stolzen Japaner werden die harsche Kritik am Honda-Triebwerk beim Heimspiel sicher nicht so einfach akzeptieren.

Nach dem Rennen verteidigte sich der Pilot: "Das macht auf der Rennstrecke momentan nicht viel Spaß, wenn man so auf den Geraden überholt wird. Andere Piloten machen Fehler und kommen trotzdem leicht an uns vorbei. Das ist sehr frustrierend."

Um die Wogen zu glätten, wiederholte Alonso noch einmal die bekannten Durchhalteparolen: "Ich bin der Meinung, dass wir das einzige Team sind, das Mercedes langfristig herausfordern kann. Wir kennen die Probleme, die wir momentan noch haben. Am Rennsonntag können wir uns leider nicht verstecken. Das fühlt sich richtig peinlich an. Es sollte nicht passieren, dass man so überholt wird. Immerhin sind wir mit beiden Autos ins Ziel gekommen."

Dennis bestätigt beide Fahrer für 2016

Ron Dennis reagierte verärgert auf die Worte seines Schützlings: "Das ist nicht sehr hilfreich, wenn man eine starke Beziehung zu Honda aufbauen will. Ich kann es nachvollziehen, weil es sich nun schon über mehrere Rennen hinzieht. Dulde ich solche Aussagen? Nein. Werde ich ausrasten? Nein. Ich werde es auf meine Weise handhaben und meine Weise ist nicht öffentlich."

Dennis bekräftigte, dass man mit beiden Fahrern weitermachen will. Die Spekulationen um den Rücktritt des Weltmeisters von 2009 schaukelten sich in Suzuka immer weiter hoch: "Jenson hat einen Vertrag für die kommenden 2 Jahre. Es gibt eine Option, ihn vorher zu beenden. Ich habe Jenson wohl etwas zu spät mitgeteilt, dass wir keine Absicht haben, die Option auszuüben. Das hätte ich im besser schon am Dienstag gesagt und nicht erst am Donnerstag."

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