Helmut Marko - Formel 1 - 2019 Red Bull
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Helmut Marko im Interview

„Intensive Saison ab Baku“

Red Bull und Alpha Tauri wollten beim GP Australien antreten. Die Absage des Rennens kam den beiden Teams zuvor. Sportdirektor Helmut Marko erklärt im Interview, warum es vernünftig gewesen wäre erst einmal ein Training abzuhalten.

Es gab am Freitag um 10 Uhr in der Früh eine Ansprache an das Team in der Garage. Was wurde da verkündet?

Marko: Es ist verkündet worden, dass der Grand Prix abgesagt wurde. Jetzt wird man alles tun, das Team so schnell und so sicher wie möglich nach Hause zu bringen. Alles weitere wird man sehen.

War das eine Entscheidung von Red Bull?

Marko: Nein. Wir wären bereit gewesen zu fahren.

Waren die Red Bull-Teams die einzigen?

Marko: Es waren andere bereit, aber die hätten keinen Motor bekommen.

Red Bull - GP Australien 2020
Red Bull
Christian Horner informiert die Red-Bull-Crew über die Grand-Prix-Absage.

Warum hat sich die Absage so lange hingezogen?

Marko: Weil gewisse Leute ihre Meinung mehrfach geändert haben.

Was hätte man stattdessen tun sollen?

Marko: Es gab einen Corona-Fall im Fahrerlager. Jetzt, wo sowieso schon alle da sind, hätte man doch erst einmal das Freie Training fahren können, weitere Untersuchungen anstellen und daraus schließend eine endgültige Entscheidung treffen.

Auch um gegenüber dem Veranstalter nicht vertragsbrüchig zu werden?

Marko: Das wird jetzt sicher eine Haftungsfrage werden. Soweit ich das verstanden habe, war von der Seite des Veranstalters und den Gesundheitsbehörden ein Okay da.

Red Bull - GP Australien 2020
Red Bull
Im Red-Bull-Lager hätte man gerne versucht das Melbourne-Rennen durchzuziehen.

Wie geht es weiter?

Marko: Für mich ist auch Bahrain abgesagt. Wir gehen davon aus, dass das erste Rennen erst in Baku stattfindet.

Ist das der richtige Weg?

Marko: Es gibt derzeit eine derartige Verunsicherung, dass alles still steht. Ich würde die Sommerpause vorverlegen und dann ab Baku eine ganz intensive Saison fahren.

Was bedeutet das für ein Team mit 800 Angestellten, wenn bis Baku alles stillsteht?

Marko: Wir verlegen die Sommerpause einfach vor. Die Entwicklungsarbeit für 2020 und 2021 wird ganz normal weitergehen. Die Tore werden nicht geschlossen.

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