Helmut Marko & Masashi Yamamoto - F1 2019 Motorsport Images
Mercedes - GP Japan 2019
Valtteri Bottas - GP Japan 2019
Max Verstappen - GP Japan 2019
Impressionen - GP Japan 2019 40 Bilder

Helmut Marko im Interview

„Motor-Entwicklung muss billiger werden“

Für Red Bull war das Hond-Heimspiel trotz Platz 4 von Alexander Albon eine Enttäuschung. Max Verstappen geriet nach zwei Kurven unverschuldet in eine Kollision. Der Holländer hätte Zweiter werden können, meint Sportdirektor Helmut Marko.

Ihr Fazit nach Suzuka?

Marko: Man lernt immer dazu. Ein Frühstart ist kein Frühstart mehr. Und ein Unfall, der erst gar nicht untersucht wird, wird plötzlich doch noch neu aufgerollt. Dabei war der Fall eindeutig. Der Leclerc wäre geradeaus gefahren, wenn er den Verstappen nicht als Prellbock gehabt hätte. Wenn es da keine Strafe gegeben hätte, hätte ich nichts mehr verstanden. Die Strafe hilft uns aber leider auch nichts mehr.

Was war bei Verstappens Auto kaputt?

Marko: Da ist so viel weggeflogen, der Unterboden war komplett zerfetzt. Wir haben 100 Punkte Abtrieb verloren. Weiterfahren war sinnlos.

Dumm, dass es ausgerechnet beim Honda-Heimspiel passiert ist.

Marko: Es ist ärgerlich. Max hatte einen optimalen Start, und der ist ja eigentlich unsere Schwäche. Wir hätten vorne mit den Mercedes und Vettel mitfahren können.

Wenn man das Rennen von Albon als Maßstab nimmt, wo hätte Verstappen landen können?

Marko: Zweiter hinter Bottas, auf jeden Fall Podium. Obwohl es schwer geworden wäre. Überholen war echt schwierig. Der Hamilton ist nicht mal mit DRS an Vettel vorbeigekommen. Und auch Leclerc hat sich hart getan, nach vorne zu kommen.

Max Verstappen - GP Japan 2019
xpb
Für Verstappen war das Rennen in Japan früh gelaufen.

Mit wie vielen Stopps hatte Red Bull geplant?

Marko: Wir haben mit beiden Autos von vornherein mit zwei Stopps geplant und wären so vielleicht über die Strategie noch weiter vorgekommen. Mercedes hat mit Hamilton einen Stopp probiert, haben dann aber auch gemerkt, dass es nicht geht.

Wie sind Sie mit Albon zufrieden?

Marko: Eine sehr gute Qualifikation, wenn man bedenkt, dass er zum ersten Mal in Suzuka war. Da ist er eine optimale Runde gefahren. Im Rennspeed muss er noch zulegen. Er braucht zu lange, bis er in Fahrt kommt. Schon der Start war schlecht. Da hat er Positionen verloren.

Honda hat in diesem Jahr seinen letzten Joker ausgespielt. Den Spec4-Motor zum ersten Mal zusammen mit dem neuen Benzin. Wo steht Honda jetzt im Vergleich zu Ferrari, Mercedes und Renault?

Marko: In der Qualifikation noch klar hinten, speziell gegen Ferrari. Die haben uns auf den Geraden acht Zehntel abgenommen. Im Rennen sind wir ungefähr gleichauf mit Mercedes.

Honda - F1-Motor 2018
ams
Honda ist in Sachen Power näher dran an Mercedes und Ferrari. Aber auf den Geraden verliert Red Bull immer noch - vor allem im Qualifying.

Hat Honda schon entschieden, ob es ab 2021 weitergeht?

Marko: Die warten, bis das neue Reglement auf dem Tisch liegt. Dann werden sie das analysieren und sich entscheiden.

Wie wichtig ist es, dass die Kosten für die Motorenhersteller gesenkt werden?

Marko: Ganz wichtig. Wenn es nicht billiger wird, bleibt da kaum einer übrig.

Das geht aber erst, wenn alle auf Ferrari aufgeschlossen haben.

Marko: Einfrieren geht erst, wenn alle auf gleicher Höhe sind. Momentan fährt uns Ferrari in der Qualifikation allen davon, Mercedes eingeschlossen.

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In der Analyse zum GP Japan beantworten wir die offenen Fragen von Suzuka.

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