Helmut Marko - GP Russland 2017
Red Bull - Max Verstappen - Crash - GP Bahrain - Formel 1 - 2017
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Red Bull - Max Verstappen - Crash - GP Bahrain - Formel 1 - 2017 24 Bilder

Helmut Marko im Interview

„Wir müssen zu sehr ans Limit“

Red Bull-Berater Helmut Marko musste mit dem 5. Platz von Max Verstappen zufrieden sein. Mehr war in Sotschi nicht drin. Der Österreicher spricht über Defekte, das Upgrade für Spanien und das Gerücht, das Werksteam habe bessere Motoren.

Wie ist das Wunder Verstappen zu erklären mit der Zielankunft nach zwei Defekten an der Wasserpumpe?

Marko: Wenn alles schief geht, relativieren sich die Probleme. Toro Rosso hatte das gleiche Problem. Die Wasserlecks haben sich irgendwann von selbst geschlossen.

Was ist das größere Problem: Power oder Zuverlässigkeit?

Marko: Da eine kommt vom anderen. Der Bremsdefekt entsteht dadurch, dass wir extrem ans Limit gehen müssen, um über die Felgenaufheizung Temperatur in die Hinterreifen zu bekommen. Nach dem Re-Start hat ein Temperatursensor in Ricciardos Auto nicht funktioniert. Die Bremsen wurden zu heiß, ohne dass wir etwas an den Daten sehen konnten. Sonst hätten wir ihm gesagt, die Bremsbalance sofort nach vorne zu stellen, so wie wir das dann mit Max gemacht haben. Ricciardo weiterfahren zu lassen, wäre zu viel Risiko gewesen. Bei ihm war es schon zu spät. Es war im Prinzip der gleiche Defekt wie bei Verstappen in Bahrain.

Sind Sie unter den Umständen mit Verstappens Rennen zufrieden?

Marko: Auf jeden Fall. Mehr war nicht drin. Max hatte wieder einen super Start, der Speed war auch gut. Für diese Strecke müssen wir zufrieden sein.

Sie kennen alle Daten. Was können wir von Red Bulls Upgrade in Spanien erwarten?

Marko: Ich kannte die Zahlen auch vor der Saison. Ich will das jetzt endlich auch auf der Stoppuhr in Barcelona sehen.

Bleibt immer noch die Baustelle Motor.

Marko: Solange Renault die Zuverlässigkeit nicht im Griff hat, gibt es keine Weiterentwicklung. Das hemmt uns.

Kann es sein, dass der Werksmotor von Renault mehr Power hat als die Kundentriebwerke? Renault fährt ein anderes Benzin.

Marko: Sie benutzen ein anderes Benzin, aber Renault versichert uns, dass es da keine Unterschiede gibt. Die Hardware ist sicher die gleiche. Es wäre unmöglich zwei unterschiedliche Motoren zu bauen. Der Eindruck entsteht ja nur in der Qualifikation, wo Hülkenberg nah an uns heranfährt. Im Rennen fehlen ihm dann wieder eineinhalb Sekunden pro Runde. Ein Faktor ist sicher, dass Hülkenberg ein unheimlich guter Fahrer in der Qualifikation ist. Auf eine Runde kannst du auch mit einem Auto mit noch weniger Abtrieb als wir gut aussehen.

Warum wurde in Sotschi nicht überholt?

Marko: Das DRS war nicht stark genug, wenn das Auto mit dem stärkeren Motor vorne liegt. Wenn Mercedes auf den Super-Power-Modus stellt, hat auch Ferrari keine Chance. Man hat ja am Start gesehen, wie die weg ziehen. Dazu kommt, dass die Autos von der Aerodynamik her zu sensibel sind. Leider ist die Sogwirkung im Windschatten zu schwach. Beim nächsten Reglement muss man sich anschauen, wie man das abstellen kann. IndyCar liefert da ganz gute Ansätze.

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Eine Stunde vor dem Start schien Verstappens GP Russland bereits zu Ende.

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