Helmut Marko & Sebastian Vettel - GP Australien 2017 sutton-images.com
Sebastian Vettel - GP Australien 2017
Daniel Ricciardo - GP Australien 2017
Esteban Ocon - GP Australien 2017
Gruppenfoto - GP Australien 2017 65 Bilder

Red Bull-Berater Helmut Marko im Interview

„Vettel muss sich bei uns bedanken“

Red Bull-Berater Helmut Marko hat nach einem starken Rennen von Max Verstappen wieder Land in Sicht. Der Österreicher erklärt, warum bald mit Red Bull zu rechnen ist.

Wie sehen Sie das Rennen nach einen durchwachsenen Training?

Marko: Wir waren mit dem Renn-Speed zufrieden. Verstappen hat auf Räikkönen aufgeholt. Wir waren viel näher dran als im Training.

Woran liegt das?

Marko: Wir können in der Qualifikation zwischen Q2 und Q3 die Power nicht so aufdrehen wie Mercedes und Ferrari. Das sind gleich einmal 5 Zehntel. Außerdem lagen wir mit der Auto-Abstimmung nicht am Optimum. Auch im Rennen. Sie haben sicher gesehen, dass Verstappen ein paar Mal ganz schön quer gefahren ist.

Was sind die positiven Punkte?

Marko: Der Reifenverschleiß ist super. Wir waren eine Stufe weicher unterwegs als Mercedes und Ferrari und hatten keine Probleme mit den Supersoft-Reifen bis zum Schluss zu fahren. Auch vom Benzin und vom Motor her hatten wir keine Probleme. Wir hätten bis zum Schluss angreifen können.

Max Verstappen - GP Australien 2017
Red Bull
Verstappen musste die Schlussattacke auf Räikkönen abblasen.

Warum musste Verstappen in den letzten 3 Runden von Räikkönen abreißen lassen?

Marko: Es gab unterschiedlich Sensormeldungen, wie viel Bremse noch übrig ist. Da wollten wir nichts riskieren. Also haben wir Max gesagt, er soll die Attacke abblasen. Es war nicht leicht, dem Verstappen das beizubringen.

Was war bei Ricciardo los?

Marko: Am Anfang zwei Sensorprobleme im Getriebe, dann später kein Benzindruck. Die Mechaniker haben drei Nächte durchgearbeitet. Im Zuge dieser Nachtschichten kann schon mal was schiefgehen.

Wie schnell kann Red Bull auf Mercedes und Ferrari aufholen?

Marko: Vom Chassis in 3 Rennen. Beim Motor dauert es länger.

Hat man Verstappen absichtlich länger auf der Strecke gehalten, um Hamilton zu ärgern?

Marko: Wir fahren unser eigenes Rennen. Und wir waren noch schnell unterwegs. Da muss der Herr Wolff taktisch besser schauen, wo er sein Auto auf die Strecke schickt. Vettel muss sich bei uns bedanken. Wir haben ihm geholfen, dieses Rennen zu gewinnen.

Ist die Show besser geworden?

Marko: Das Rennen war gut. Da erkenne ich schon einen positiven Trend.

Hätte Verstappen im Finale Räikkönen überholen können?

Marko: Das mussten wir leider aus Sicherheitsgründen abblasen. Wir glauben schon, dass es Max hätte schaffen können.

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