Helmut Marko - Christian Horner - Max Verstappen - Red Bull - GP Aserbaidschan 2017 sutton-images.com
Red Bull 2004
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Fragen an Red Bull-Berater Helmut Marko

„Können aus eigener Kraft gewinnen“

Red Bull könnte Mercedes und Ferrari bald schon in die Suppe spucken. Teamberater Helmut Marko zieht nach dem Sieg in Baku Bilanz und kündigt an, dass Red Bull schon bald ohne die Mithilfe der Gegner gewinnen kann.

Daniel Ricciardo gewinnt, Max Verstappen fällt zum vierten Mal aus. Zwei Gefühle in einer Brust?

Marko: Ein Sieg ist ein Sieg. Das überwiegt. Die Zeit von Max wird kommen. Er muss sich nur gedulden. Vier Ausfälle in acht Rennen ist hart, und zu sehen, dass der Teamkollege gewinnt ist sicher noch härter.

Warum war Ricciardo so früh in der Box?

Marko: Ein großes Karbonteil hatte sich in der Bremsbelüftung verklemmt. Entweder von Bottas oder von Räikkönen. Es war leider kein Sticker dran.

Hat ihm das Safety Car geholfen oder geschadet?

Marko: Für Ricciardo war das Safety Car eher kontraproduktiv, weil er ja so früh an der Box war. Alle anderen haben dann einen Stopp gratis bekommen. Ricciardo hat wieder toll überholt und am Ende nur das Tempo an den Verfolgern ausgerichtet.

Wie wichtig ist dieser Sieg für Red Bull?

Marko: Extrem wichtig nach dem schlechten Start in die Saison. Der Speed kommt jetzt langsam. Das hat die Qualifikation gezeigt, obwohl wir die Motoren nicht wie Mercedes und Ferrari aufdrehen können. Die Richtung stimmt. Auf der richtigen Strecke können wir schon aus eigener Kraft gewinnen.

Zum Beispiel?

Marko: Wir erwarten uns für Silverstone und Budapest sehr viel. Baku hat gezeigt: Wir sind mit dem kleinsten Flügel gefahren und waren trotzdem im kurvenreichen Sektor ganz vorne dabei. Beim Chassis haben wir einen richtigen Schritt vorwärts gemacht und seit Saisonbeginn eine Sekunde gefunden. Aber auch Renault hat einen spürbaren Fortschritt geliefert. Knapp zwei Zehntel allein auf den Geraden hört sich nicht viel an, aber das merkst du.

Wie viel fehlt Ihnen noch zu Mercedes und Ferrari?

Marko: Wir sind schon auf der Höhe der Nummer 2-Autos. Zu Hamilton und Vettel fehlen uns im Normalmodus vielleicht drei bis vier Zehntel. Wenn sie die Leistung aufdrehen, ist es noch ein bisschen mehr. Aber wir bewegen uns in die richtige Richtung. Wir müssen uns jetzt nur noch unser Heimspiel überstehen.

Warum macht Ihnen der Red Bull-Ring Sorgen?

Marko: Viel Stop and Go, viele Geraden, kurze Kurven und alle Beschleunigungszonen bergauf. Es gibt zu wenig Stellen, wo wir das mit unserem Chassis wettmachen können.

Sorgen Sie die vielen Defekte?

Marko: Ganz klar, das müssen wir abstellen. Auch weil es in allen Bereichen passiert. Ein Unfall in Spanien, den Bottas ausgelöst hat. Die Batterie in Kanada und der Motorschaden in Baku gehen auf das Konto von Renault, die Bremsen in Bahrain waren unsere Baustelle. Der Motorschaden in Baku wurde wahrscheinlich ausgelöst, weil der Motor überhitzt hat. Nach drei Runden gingen die Temperaturen hoch. Auch da waren es Karbonteile, die die Kühler verstopft hatten. Als wir Max reinholen wollten, flog das Teil weg. Dann ist der Öldruck zusammengebrochen.

Wie sehen Sie die Aktion Vettel gegen Hamilton?

Marko: Hamilton hat mit Vettel einen Bremstest gemacht, Vettel wurde sauer und hat sich revanchiert. Beide hätten bestraft gehört. Mercedes hat es dann auf seine Weise gemacht und die Nackenstütze nicht richtig befestigt. Das war ausgleichende Gerechtigkeit.

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Daniel Ricciardo siegte in Baku, Max Verstappen scheiterte abermals an...

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