Hersteller einigen sich auf Formel 1-Zukunft.

Fünf in der Formel 1 engagierte Automobilhersteller haben sich auf Rahmenbedingungen für die Zukunft der Formel 1 geeinigt. Bei dem Treffen in London fehlte nur Ferrari. Von einer Gegen-Formel 1 unter dem Namen GPWC ist vorerst nicht mehr die Rede.

BMW, Daimler-Chrysler, Honda, Renault und Toyota legten bei einem Treffen in London fünf Hauptziele fest. Nur Ferrari, die sich in der vergangenen Woche in einem Alleingang überraschend mit dem Internationalen Automobil-Verband (FIA) über eine Zusammenarbeit bis 2012 geeinigt und damit das Gegenprojekt der Konzerne torpediert haben, fehlte bei dem Treffen.

Hintergrund der jahrelangen Auseinandersetzung zwischen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, dem Dachverband FIA sowie den Teams, wobei je nach Streitpunkt unterschiedliche Koalitionen zu Stande kamen und kommen, sind in erster Linie das Formel-1-Reglement und die Verteilung der Vermarktungs- und Fernseheinnahmen. Im so genannten Concorde Agreement sind die Abläufe der weltweit bedeutendsten Serie
bis Ende 2007 geregelt. Jetzt geht es darum, sich für die Zeit danach auf ein neues Abkommen zu einigen. In der GPWC zusammengeschlossene Hersteller drohen seit längerem mit einer eigenen Serie, die allerdings in dem vorgelegten Papier nicht erwähnt wird.

"Guter Wert" für Fans

In einer am späten Mittwochabend (26.1.) verschickten Pressemitteilung hat die neue Fünfergruppe fünf Hauptziele genannt. Danach soll der Grand-Prix-Rennsport seine Position als Top-Ereignis des Motorsports behalten, andererseits ist von Kostenreduzierung die Rede. Langfristig soll der Wohlstand für alle Anteilshaber, einschließlich der Teams, Sponsoren und Rennstreckenbetreiber, gesichert werden.

Unabhängige Teams sollen etwa durch Motorenlieferungen unterstützt und zur Beteiligung ermutigt werden. Den Fans soll weltweit ein "guter Wert" geboten werden. Schließlich geben die Hersteller vor, für Offenheit, Fairness und Transparenz im finanziellen, technischen und sportlichen Bereich einzutreten. Konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Ziele enthielt die Liste nicht.

In der Mitteilung findet sich nirgendwo der Begriff GPWC. Der Gegen-Formel 1 fehlen mit Ford und dem jüngst abtrünnigen Ferrari-Team zwei Hersteller. Toyota ist ebensowenig Mitglied der Herstellervereinigung GPWC wie Honda. Es ist das erste Mal, das die japanischen Hersteller gemeinsame Sache mit Mercedes, BMW und Renault machen.

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