Hersteller machen Druck

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Die fünf Autohersteller in der Formel 1 halten weiter an einer eigenen Rennserie fest. In einer öffentlichen Erklärung fordern sie eine zügige Einigung mit der FIA, Bernie Ecclestone und den mit ihm verbundenen Teams über die Formel 1-Zukunft.

Es ist nicht ganz klar, ob es sich bei dem offenen Brief von Daimler-Chrysler, BMW, Renault, Honda und Toyota um das übliche Brustgetrommel der Abtrünnigen oder um ein Friedensangebot handelt. In jedem Fall drohen die Hersteller unverändert, dass sie an der Organisation einer eigenen Rennserie ab 2008 festhalten, solange die gegenwärtige Formel 1 nicht ihren Wünschen entspricht.

So wurde die Agentur iSE beauftragt "strategische und kommerzielle Verhandlungen" mit TV-Anstalten, Rennstreckenbetreibern und Sponsoren voranzutreiben. Bei einem Treffen in München am Mittwoch (28.9.) beschlossen die Hersteller, ausschließlich an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, die klar und gerecht organisiert sei. Sie fordern nach wie vor mehr Geld, mehr Transparenz und eine unabhängige Sportgerichtsbarkeit.

Wertlose Unterschriften

Gleichzeitig fordern sie Formel 1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone und die vertraglich mit ihm verbundenen Rennställe Ferrari, Red Bull Racing und Jordan auf, zum Entstehen einer solchen Rennserie beizutragen. "Auch wenn es in den letzten Gesprächen Fortschritte gab, besteht kein Anlass, die Vorbereitungen der neuen Serie zu vernachlässigen", sagt das Statement.

Neben den Herstellern unterzeichneten auch sieben Teams das Papier. Allerdings dürfte deren Unterschrift das Papier kaum wert sein, auf dem sie stehen. Minardi gehört ab dem Jahreswechsel Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz, ein klarer Ecclestone-Befürworter. Frank Williams gilt nach der Scheidung mit BMW als nächster Kandidat, der eine Einigung mit Ecclestone erzielen könnte. Schließlich wettet mancher Insider darauf, dass auch Toyota nicht mehr lange zur Allianz der Hersteller zählen wird.

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