Carlos Sainz - Toro Rosso - GP Italien - Monza - Freitag - 4.9.2015 Wilhelm
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Italien - Monza - 4. September 2015
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Carlos Sainz - Toro Rosso - GP Italien - Monza - Freitag - 4.9.2015 103 Bilder

Highspeed-Dreher bei Toro Rosso

Sainz und Verstappen sorgen für Action

Der Toro Rosso STR10 gehört zu den besten Autos im Feld. Trotzdem hängt das Team in Monza durch. Weil auf den Geraden der Speed fehlt. Carlos Sainz und Max Verstappen legten in den Freitagstrainings zudem zwei spektakuläre Dreher hin.

Die Bilder glichen sich. Carlos Sainz und Max Verstappen verloren im Freitagstraining je einmal abrupt das Heck ihres Autos und kegelten von der Strecke. Mit dem Unterschied, dass Sainz nicht mehr aus dem Kiesbett kam und im ersten Training eine Stunde verlor. Und dass die Unfälle an verschiedenen Stellen passierten. Den Spanier erwischte es in der Parabolica. Verstappen ein paar hundert Meter vorher in der Variante Ascari.

Kombination aus drei Faktoren bei Sainz

"Ich bin mit dem Heck zu weit rausgekommen und habe den Kerb und das Gras berührt", beschrieb der jüngste Pilot der Formel 1-Geschichte sein Missgeschick am Freitagnachmittag. "Zum Glück ist nichts kaputt gegangen."

Auch bei Sainz gingen keine Teile zu Bruch. Für seinen Unfall macht der Spanier eine Kombination aus drei Faktoren verantwortlich. "Die Bremsbalance war nicht korrekt justiert. Ich habe zu spät gebremst und die Räder blockiert. Dazu war die Strecke noch etwas grün."

In der zweiten Übungseinheit holte der 21-Jährige die verloren gegangenen Kilometer durch 50 Umläufe größtenteils wieder auf. Im Endresultat reichte es aber nur für den 15. Platz. Sein vier Jahre jüngerer Teamkollege landete eine Position vor ihm. Auch im ersten Training schaffte es kein Toro Rosso in die Top 10. "Das Auto fühlt sich gut an. Es macht Spaß darin zu sitzen, die Balance passt. Aber trotz alldem sind wir nicht schnell", unkt Sainz.

Top 10 ein schwieriges Unterfangen

Wie vorher zu erwarten war, hinkt die Mannschaft um Technikchef James Key in Monza hinterher. Obwohl das Chassis zu den besten im Feld gehört. Doch die mangelnde Renault-Power kann das Team nicht kaschieren. Auch nicht mit flachen Flügeln. "Wir fahren weniger Downforce als die Mercedes-Autos und Ferrari. Trotzdem verlieren wir Zeit auf den Geraden", erklärt Sainz.

In der Topspeedwertung nahm der Spanier mit 345,4 km/h den 10. Rang ein. Verstappen war mit 337,3 km/h sogar noch langsamer. Sieht nach einem anderen Setup aus. Zum Vergleich: Sergio Perez war im Force India 356,7 km/h schnell. Die ersten neun Plätze in der Topspeed-Tabelle wurden am Nachmittag durch acht Mercedes-befeuerte Autos und den Ferrari von Sebastian Vettel besetzt.

Die flachgestellten Flügel weiten sich zu einem Teufelskreis aus. "Weil wir wenig mit Abtrieb fahren, verlieren wir auch in den Kurven. Auf einer Strecke wie Barcelona ist das anders. Dort können wir in den Kurven die Zeit gutmachen, die uns auf der Geraden verloren geht." Die Top 10 scheinen in Monza für die acht Mercedes-Autos und die Ferrari reserviert. "Es wird schwierig für uns, dort reinzufahren", meint Verstappen.

Beste Strecke für Startplatzstrafe

Sainz bekommt wegen seines fünften Motors noch eine Startplatzstrafe aufgebrummt. "Es ist die beste Strecke, um eine Strafe aufzufassen. Aber sicher nehme ich sie nicht mit einem Lächeln entgegen." Besonders freut er sich auf die ersten Runden nach dem Start. "Es wird lustig werden mit den Red Bulls und McLaren um uns herum."

Zu den neuen Reifenvorschriften bezüglich der Drücke und Sturzwerte äußert sich Sainz verhalten positiv. "Wir können keine Vergleichstests fahren. Deshalb ist es schwer, Aussagen darüber zu treffen, wie groß die Auswirkungen sind. Die Rundenzeiten sind trotz der erhöhten Drücke aber ziemlich schnell."

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