Hispania in Silverstone

Karthikeyan muss zuschauen

Narain Karthikeyan GP Europa Valencia 2011 Foto: xpb 9 Bilder

Narain Karthikeyan muss wie erwartet in Silverstone zuschauen, wenn Red Bull-Junior Daniel Ricciardo sein Formel 1-Debüt bei Hispania gibt. Das bestätigte der spanische Rennstall nun erstmals offiziell.

Nach den Leistungen in dieser Saison war es keine große Überraschung, dass sich Teamchef Colin Kolles für Tonio Liuzzi und gegen Narain Karthikeyan entschieden hat, als es um die Frage ging, wer nach der Verpflichtung von Daniel Ricciardo sein Cockpit verlassen muss.

Karthikeyan konnte in acht Rennen noch nicht ein Trainingsduell gewinnen. Liuzzi sorgte mit Rang 13 in Kanada quasi im Alleingang dafür, dass Hispania auf dem vorletzten Platz und nicht auf dem letzten Rang in der Teamwertung steht.

Ricciardo und Liuzzi in Silverstone

Ein kleines Fragezeichen stand nur noch hinter den Sponsoren und dem Vertrag des Inders. Karthikeyan hatte zuletzt bestätigt, dass er für die ganze Saison verpflichtet wurde. Doch scheinbar hat Hispania dieses Problem rechtzeitig bis Silverstone lösen können. Zwei Tage vor dem ersten Freien Training hat das Team offiziell die Fahrerpaarung bekanntgegeben. Karthikeyan muss also zum ersten Mal in diesem Jahr zuschauen.

Teamchef Kolles verliert in der offiziellen Teamvorschau allerdings kein Wort über den Routinier aus Chennai. Stattdessen wird Neuzugang Ricciardo in den höchsten Tönen gelobt. "Er ist eines der größten Talente im Motorsport", erklärte der gebürtige Rumäne. "Wir hoffen, dass wir ihm genügend Kilometer ermöglichen, um ihn auf die Zukunft vorzubereiten."

Ricciardo: "Das Ziel ist das Ziel"

Der Pilot aus dem Red Bull-Junior-Kader gibt sich dagegen vor seiner Formel 1-Premiere bescheiden. "Ich hoffe, dass es nicht zu lange dauert, bis ich mich ans Auto gewöhnt habe. Mein Ziel lautet, so viele Rennen wie möglich zu beenden. Erfahrung ist für einen jungen Fahrer unbezahlbar. Natürlich würde ich das Auto und das Team gerne in der Startaufstellung nach vorne bringen und ein paar erfolgreiche Rennen fahren, aber für Silverstone ist erstmals das Ziel das Ziel."

Von seinem neuen Arbeitgeber weiß der junge Australier noch nicht sehr viel. "Ich habe den Fortschritt natürlich verfolgt. Aber es ist schwer zu sagen, was in einem Team abgeht, wenn man nicht beteiligt ist und alles genau kennt." Seinen neuen Teamkollegen Tonio Liuzzi kennt er da schon einen Tick besser. "Ich habe ihn schon ein paar Mal getroffen und denke, dass ich viel von ihm lernen kann. Er hat sehr viel Erfahrung und ist ein cooler Typ."

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