Hitlergruß

Briatore entschuldigt sich

Foto: Daniel Reinhard

Zwei Tage nach seinem Ausrutscher rudert der Italiener zurück. Flavio Briatore meint, es sei ein Spaß ohne besondere Bedeutung gewesen, und er hab niemandem zu nahe treten wollen.

Flavio Briatore hat mit einer schweren Entgleisung vor dem Großen Preis der Formel 1 in Australien für einen Eklat gesorgt. Ein am Samstag in der "Bild"-Zeitung veröffentlichtes
Foto zeigt den Teamchef von Weltmeister Renault, wie er den rechten Arm wie zum «Hitler-Gruß» hebt. Laut der Zeitung soll der Italiener vor der Box von McLaren-Mercedes auch noch die Hacken zusammengeschlagen haben. "Es war gar nichts, ich habe nur jemandem gewunken. Das ist doch total verrückt, total verrückt", meinte der sichtlich aufgebrachte Briatore am Samstag.

Einen Tag später entschuldigte sich der Italiener, der angeblich nicht damit gerechnet hatte, "dass es solche Kreise ziehen würde. Es hatte keine besondere Bedeutung. Es war eigentlich als Spaß gedacht", erklärte Briatore in einem Interview des Pay-TV-Senders Premiere. "Wenn ich damit jemanden verletzt habe, dann möchte ich mich in aller Form dafür entschuldigen. Es tut mir sehr Leid, ich wollte damit auf nichts und niemanden Bezug nehmen."

Flavio Briatore: "Falsch verstanden"

Briatore hatte noch am Samstag versichert, er habe nur mit seiner Hand gewunken, um Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der in einiger Entfernung gesessen habe, auf sich aufmerksam machen zu wollen. In diesem Moment habe ein Fotograf eine Serie Bilder gemacht. "Ich werde die Zeitung und den Fotografen verklagen", kündigte er wütend vor Journalisten an. "Es war nicht die kleinste Provokation", betonte Briatore. Wenn sich jemand beleidigt fühle, würde er sich entschuldigen. "Man hat mich aber falsch verstanden", sagte er. Mercedes wollte keine Stellungnahme abgeben.

Briatores Sprecherin Patrizia Spinelli hatte in der "Bild"-Zeitung erklärt: "Flavio ist eben manchmal ein Clown und macht kopflos Späße. Die Geste war keineswegs politisch motiviert. Das war nicht bösartig und auch nicht rassistisch gemeint", sagte sie. "Flavio hätte auch jeden anderen Gruß oder jede andere Geste machen können. Das war einfach als Spaß gemeint."

Lebemann und Erfolgsmensch

Der 54 Jahre alte Briatore gilt als Lebemann und Erfolgsmensch zugleich. Der Italiener führte 1994 und 1995 Michael Schumacher zu seinen ersten beiden WM-Titeln. Im vergangenen Jahr verhalf er dem Spanier Fernando Alonso zur Krone als bislang jüngster Weltmeister in der Formel 1.

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