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Hockenheim Test 1

McLaren messerscharf

Foto: Wolfgang Wilhelm 52 Bilder

Bei den ersten Testfahrten in Hockenheim seit 1992 konnte Lewis Hamilton am Dienstag (8.7.) die Tagesbestzeit erzielen. Das Testprogramm der zehn anwesenden Teams wurde allerdings durch das wechselhafte Wetter etwas gestört.

08.07.2008 Tobias Grüner

Bei der Rückkehr auf die traditionsreiche Strecke im Badischen begrüßte der Hockenheimring den Formel 1-Tross stürmisch. Gleich mehrmals zogen über den Tag verteilt einzelne Regengüsse über die Strecke. Die Teams ließen sich die Stimmung nicht vermiesen und versuchten ihr Testprogramm so gut wie möglich abzuspulen.

Silberne Heckflosse

Die auffälligste optische Veränderung lieferte am ersten Testtag McLaren-Mercedes. Die Silberpfeile mit Lewis Hamilton am Steuer probierten nun auch endlich die von Red Bull zuerst präsentierte verlängerte Motorabdeckung. Messerscharf modellierten die McLaren-Aerodynamiker die neue silber-orange Finne hinter der Airbox.

Die anderen Teams hielten sich mit großen Aerodynamik-Veränderungen noch zurück. Ferrari hatte nur kleine Änderungen zu bieten, bei Red Bull testete man nach Barcelona und Silverstone bereits zum dritten Mal die neue Hinterachse. Ob das Teil beim Rennen in anderthalb Wochen (20.7.) endlich zum Einsatz kommt, konnte David Coulthard allerdings noch nicht sagen.

Hamilton vor Räikkönen

Auch wenn die Zeiten am wechselhaften ersten Testtag noch keine große Rolle spielten, bleibt zu erwähnen das Silverstone-Sieger Hamilton auch in Deutschland schnell ist. Mit einer Bestzeit von 1:15.483 verwies der Brite Kimi Räikkönen um vier Zehntel auf Rang zwei. Allerdings kam Hamilton nicht ohne Schrecksekunde über den Tag: "Als es gerade zu regnen begann, ist mir in der ersten Kurve das Auto plötzlich ausgebrochen. Ich konnte es gerade noch korrigieren", schilderte der 23-Jährige seinen Beinahe-Crash.

Vielleicht wollte Hamilton aber auch nur seinem großen Vorbild nacheifern. Als das letzte Mal vor 16 Jahren Testfahrten in Hockenheim stattfanden, hatte sich Ayrton Senna bei der Anfahrt auf die erste Schikane gleich mehrmals überschlagen. Hamilton schwebt nach seinem ersten Heim-GP-Sieg allerdings auf einer Glückswelle und bügelte die heikle Situation gerade noch aus "Wenn ich da abgeflogen wäre, hätte das sicher nicht gut ausgesehen", sagte der McLaren-Star mit einem breiten Grinsen.

Auch drei deutsche Piloten waren am ersten Tag beim Heimspiel in Hockenheim dabei. Die beste Zeit des Trios erzielte Nico Rosberg als Tagesdritter. Von Hamiltons Bestzeit trennte den Wiesbadener sechs Zehntel. Adrian Sutil und Nick Heidfeld kamen mit Abständen von über einer Sekunde auf die Ränge vier bzw. sieben. Fleißigster Pilot war am Dienstag Toro Rosso-Mann Sebastien Bourdais mit 113 Runden.

Test Hockenheim: Tag 1

1. L. Hamilton: 1:15.483 - 75 Runden
2. K. Räikkönen: 1:15.803 - 63 Runden
3. N. Rosberg: 1:16.099 - 87 Runden
4. A. Sutil: 1:16.516 - 96 Runden
5. S. Bourdais: 1:16.533 - 113 Runden.
6. K. Kobayashi: 1:16.570 - 65 Runden
7. N. Heidfeld: 1:16.593 - 59 Runden
8. N. Piquet: 1:16.856 - 111 Runden
9. D. Coulthard: 1:17.361 - 67 Runden
10. A. Wurz: 1:17.826 - 89 Runden

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