Hoffnung bei Honda

Motor-Upgrade bestätigt alle Daten

McLaren-Honda - GP Russland - 2015 Foto: McLaren 11 Bilder

Für McLaren-Honda brachte der GP Russland positive Erkenntnisse. Jenson Button holte zwei WM-Punkte auf einer Strecke, auf der man am wenigsten mit Punkten gerechnet hat. Und das neue Motor-Upgrade von Honda macht Hoffnung. Zum ersten Mal gab es spürbare Fortschritte.

Sochi stand bei McLaren auf der Liste der Rennstrecken, die man abhaken kann. Ein Layout, das Motorleistung über die Aerodynamik stellt, ein hoher Benzinverbrauch und das Problem, über die gesamte Runde Elektro-Boost zu liefern. Alles Disziplinen, in denen Honda Probleme hat. Die zwei Punkte, die Jenson Button auf das Konto fuhr, waren ein unerwartetes Geschenk.

Viel wichtiger aber waren die 16 Runden, die Fernando Alonso im ersten Training am Freitag drehte. Honda sieht erstmals Licht am Ende des Tunnels. Alonso probierte 95 Kilometer lang die jüngste Ausbaustufe des japanischen Sechszylinders. Honda löste die letzten 4 Token für Brennraummodifikationen und einen neuen Auspuff ein.

"Ein echter Fortschritt. Alle Daten wurden bestätigt, alles lief nach Plan", atmete McLaren-Teamchef Eric Boullier auf. Honda-Rennleiter Yasuhisa Arai gab sich ausnahmsweise bescheiden: "Wir haben den Verbrennungsmotor verbessert, aber in der Gesamtleistung hinken wir immer noch hinterher."

Honda-Hybrid-Problem noch nicht gelöst

Es war eine Last-Minute-Aktion. Für den Kurztest stand nur ein Aggregat bereit. Die Rennpremiere soll erst beim GP USA erfolgen, doch die Strafen nahm Alonso schon in Sochi mit. In Austin wäre eine Strafversetzung in der Startaufstellung ein größeres Opfer gewesen. Dort wird es dann wohl Jenson Button treffen.

Das größte Problem des Honda V6-Turbo wurde durch die Maßnahme nicht gelöst. Es ist ein Projekt für den Winter, wie Arai zugibt. Der Honda-Antrieb kann nur die Hälfte der elektrischen Leistung abgeben, die das Reglement pro Runde gestattet. Schuld daran ist ein zu kleiner Generator und eine ineffiziente Rekuperatíon der Abgaswärme durch die MGU-H.

Das verlangt massive Änderungen im Bereich des Turboladers, der Elektromaschinen und des gesamten Verbrennungsvorgangs. Ist die Aufgabe lösbar? Boullier gibt sich verhalten optimistisch: "Ferrari hatte im letzten Jahr ein ähnliches Problem. Und sie haben es geschafft."

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