Honda

Slim-Sohn dementiert Rennstall-Kauf

Formel 1- Rennwagen von Superaguri-Honda Foto: Daniel Reinhard 61 Bilder

Die Meldung der italienischen Zeitung "La Stampa", wonach der mexikanischen Milliardär Carlos Slim den Rennstall von Honda kaufen wolle, entwickelt sich immer mehr zur Zeitungsente.

Nachdem bereits Slims Sohn in mexikanischen Medien dementiert hatte, gibt jetzt auch der Rennstall aus dem englischen Brackley Entwarnung. "Slim hat kein Interesse", sagt ein hochrangiger Vertreter des Teams. "Letzte Woche ist ein Helipkopter auf dem Firmengelände gelandet, und einer will anhand der Registriernummer festgestellt haben, dass er den Mexikanern gehört. Offenbar haben die Leute die Nummer verwechselt. Es gibt Interessenten, die das Team übernehmen wollen, aber Slim gehört nicht dazu."

Unter den vielen Angeboten sind dem Vernehmen nach zwei, drei darunter mit einem vernünftigen Plan. "Die Chancen, dass wir überleben, stehen nicht schlecht", sagt Teamchef Ross Brawn. Er schränkt aber auch ein: "In so einem Fall melden sich viele. Die meisten haben gute Ideen, aber nicht die Mittel dazu, sie umzusetzen."

Dem Team, das aus BAR und Honda entstanden ist, bleiben noch vier Wochen Zeit, einen Käufer zu finden. "Wenn wir bis Ende Januar nichts gefunden haben, wird es schwierig, noch ein vernünftiges Programm auf die Beine zu stellen. Das wäre dann nur noch eine Alibivorstellung", erklärt Brawn. Auf jeden Fall müsse das Team kräftig abspecken. Realistisch ist eine Halbierung des Personals von 700 auf 350 Mitarbeiter. Was nicht automatisch schlechtere Ergebnisse bedeuten würde."

2004 war BAR-Honda mit 350 Mann Zweiter in der Konstrukteurs-WM. "Letzte Saison waren wir mit 700 Leuten Neunter", vergleicht der Teamchef. "Für 2009 kommt uns der Sparkurs der Teams entgegen", hofft Brawn. "In dieser Phase der Kurskorrektur kann es vielleicht von Vorteil sein, wenn man etwas abspeckt."

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