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Toro-Rosso-Honda Motoren-Deal

Frist läuft am Monza-Sonntag ab

Carlos Sainz - Toro Rosso - Formel 1 - GP Italien - Monza - 1. September 2017 Foto: Red Bull 11 Bilder

Am Sonntag von Monza soll es feststehen. McLaren fährt 2018 mit Renault-Motoren, Toro Rosso mit Honda-Power. Doch es gibt immer noch Hindernisse, die der Tauschaktion entgegenstehen. Es werden hektische 36 Stunden in Monza.

02.09.2017 Michael Schmidt 6 Kommentare

Am Samstag traf Honda-Rennleiter Masashi Yamamoto in Monza ein. Ein Zeichen dafür, dass sich die scheinbar unendliche Saga zwischen McLaren und Honda dem Ende zuneigt. Die Stunde der Entscheidung ist gekommen, obwohl McLaren in der Motorenfrage notfalls noch zwei Wochen warten könnte, bevor die Ingenieure Alarm schlagen. „Wenn wir mit der Motorentscheidung noch länger warten müssten, würde das Kompromisse für das Auto bedeuten“, heißt es bei McLaren.

Die Frist für diese Entscheidung setzt ein anderes Team. Toro Rosso braucht bis Sonntagabend Bescheid, ob der Honda-Deal klappt oder nicht. Es geht nicht nur um den Einbau des Motors, auch um das Getriebe für den Honda V6-Turbo. Das müsste von McLaren geliefert werden. Offiziell stellt sich Red Bull stumm. „Wir führen keine offiziellen Gespräche mit Honda“, wiegelt Motorsportdirektor Helmut Marko ab.

McLarens kleiner Erpressungsversuch

Hinter den Kulissen ging es in den letzten Wochen rund. McLaren will nicht mehr mit Honda-Motoren fahren. Der zweitälteste Rennstall der Formel 1 hat Angst, dass man auch 2018 in der Versenkung verschwindet. „Ein weiteres schlechtes Jahr kann uns zerstören. Wir nehmen alles, selbst einen 2017er Mercedes-Motor“, heißt es aus Woking. Inzwischen ist so viel Porzellan zerschlagen, dass das Verhältnis zwischen McLaren und Honda kaum noch zu kitten ist.

Die Forderung von McLaren, dass Honda eine Abfindung von 200 Millionen Dollar zahlen soll, ist offenbar vom Tisch. McLaren-Chef Zak Brown erklärt: „Unsere Entscheidung ist rein sportlicher Natur und hat nichts mit Geld zu tun. Wir wollen den Motor, mit dem wir die besten Leistungen auf der Strecke erzielen können. Zum Glück haben wir Besitzer, die diesen Kurs finanziell mitgehen.“

McLaren-Honda - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain International Circuit - Dienstag - 18.4.2017 Foto: xpb
Steht die Ehe zwischen McLaren und Honda vor der Scheidung?

Die FIA und die F1-Rechteinhaber von Liberty Media wollen jedoch den japanischen Hersteller unter allen Umständen in der Formel 1 halten. Deshalb ließ die Formel 1-Chefs der kleine Erpressungsversuch von McLaren ziemlich kalt. Der englische Rennstall hatte gedroht, dass die Formel 1 nicht nur Honda verlieren würde, wenn man McLaren keinen Ersatz-Motor beschaffe, sondern McLaren, Fernando Alonso und Honda.

Dazu meinte ein Vertreter der Rechteinhaber: „McLaren kann uns gar nicht verlassen. Sie haben bis 2021 einen Vertrag mit uns.“ Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer wundert sich über die Aktivitäten: „Die Frist, den Motorenpartner zu wechseln ist längst abgelaufen. McLaren kann das frühestens 2019 tun.“

Renault-Vertreter im McLaren-Motorhome

Die Rechteinhaber suchen dennoch fieberhaft nach einer Lösung, die allen Beteiligten gerecht wird. Das würde bedeuten, dass McLaren seine Renault-Motoren bekommt und Toro Rosso Honda-Power. Es ist der einzig mögliche Weg, den gordischen Knoten zu lösen.

Mercedes, Ferrari und Renault haben McLaren schon erklärt, dass sie kein viertes Team beliefern können. „Sie wollen nicht“, verbessert ein McLaren-Mann. „Aber sie müssen, wenn sie McLaren in der Formel 1 haben wollen.“ Sicheres Zeichen dafür, dass der Stein im Rollen ist: In Monza ging die Renault-Führungsspitze Jerome Stoll, Cyril Abiteboul und Alain Prost bei McLaren ein und aus.

Doch für einen Motorentausch zwischen Toro Rosso und McLaren stehen noch einige Hindernisse im Weg. Toro Rosso mit seinen Junior-Fahrern ist aus Sicht des Honda-Vorstands nicht so attraktiv wie McLaren und einer Galionsfigur wie Fernando Alonso. Man könnte die Japaner damit ködern, dass Red Bull ab 2019 mit Honda-Motoren fährt, sollte sich das japanische Triebwerk im vierten Jahr endlich bewähren.

Steigt Honda nach der Saison 2018 aus?

Es gibt noch ein Problem: Toro Rosso will angeblich einen Dreijahresvertrag. Der Honda-Vorstand hat aber seinen Ingenieuren die Pistole auf die Brust gesetzt. Wenn es 2018 keinen Fortschritt gibt, droht der Ausstieg. Das wäre mit Kompensationszahlungen lösbar, sollte der Fall eintreten.

Zak Brown machte Toro Rosso den ungeliebten Motorenpartner mit einem überraschenden Lob schmackhaft: „Wir glauben, das Honda im nächsten Jahr einen guten Schritt nach vorne machen kann. Sie haben eine neue Struktur aufgesetzt, mehr Leute und stecken mehr Geld in das Projekt. Und sie haben sich externe Berater geholt.“

Da fragt man sich: Warum bleibt McLaren nicht gleich bei Honda? Antwort: Weil das Vertrauen zerstört ist. Doch was ist dann der nächste Schritt? Der Fahrerlagerfunk meldet, dass McLaren am Montag nach dem GP Italien Honda bedingungslos kündigt, wenn bis dahin keine Lösung gefunden ist.

Dann gibt es zwei Szenarien. Entweder Honda flüchtet sich in der Not doch noch zu ToroRosso. In diesem Fall wäre für McLaren der Weg zu Renault frei. Oder Honda steigt mangels Alternativen aus. Dann müsste die FIA per Losentscheid festlegen, wer McLaren beliefert. Und das könnten dann auch Mercedes oder Ferrari sein.

Neuester Kommentar

Die ganze Honda Problematik hat einst angefangen, als Honda bereits 2014 herausposaunt hat, dass sie schon bald wieder Rennen und Weltmeisterschaften gewinnen würden. Was für ein Bluff.
Doch schon vor dem 1.Rennen machte im Paddock die Meinung die Runde, dass der Honda-Motor zu schwer, zu durstig, zu schwach und obendrein zu defektanfällig wäre. Alles hat sich dann auch genau so bewahrheitet.
Doch Honda und McLaren haben weiter von Siegen geträumt und weiter hochgestapelt. Honda hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und mit einer "Amateur-Truppe" das Projekt in Angriff genommen. Junge Ingenieure mit wenig Erfahrung sind wunderbar, aber bezüglich der Verantwortung auf für McLaren ist dies nicht korrekt. Honda hat wohl die anderen Motorenhersteller total unterschätzt. Hochmut kommt vor dem Fall. Ausser einer riesengrossen Klappe hat man von Honda nichts Zählbares gesehen.
Bis jetzt haben sie es nicht geschafft, 5 Rennen lang ohne Probleme durchzustehen, geschweige denn ihr 70PS Rückstand. Macht auf einer Strecke wie Monza ca. 1,6Sek, in der Formel 1 eine Weltreise...

Hochstapler haben keine Gnade verdient. Man muss ihnen sagen, wer sie sind. Alonso "hatte die Eier dazu".
So viele Medien schreiben, dass es in der F1 "keine Typen mehr" gäbe. Alonso ist aber ein Typ, doch auch die eindeutigen Aussagen von Fernando wird wieder negativ kritisiert. Endlos Theater von Medien und von vielen Fans...
Was wollt ihr denn nun, Fans und Medien?

Zudem: Gemäss Statistik sind Ferrari, Renault und Mercedes mindest doppelt so erfolgreich wie Honda bei den Anzahl F1-Siegen, obwohl Honda fast so viele Einsätze verzeichnet wie Merc.
Also soll Honda schön demütig sein und die Dinge zuerst mal richtig machen. Es ist eine Schande, was Honda seit 2015 bis jetzt geleistet hat - angesichts ihrer grossmauligen Ankündigungen. Ich mag mich auch noch daran erinnern, wie Honda vor 1 Jahr herausposaunt hat, dass sie fast schon an der Ferrari-Performance dran wären... Weit gefehlt...
Ich mag einfach Hochstapler nicht. Schon mein ganzes Leben lang - in jedem Gebiet. Also soll Honda sich überall entschuldigen...

Nun, Alonso hat all die grossen Versprechungen mitbekommen. Als keine Erfolge gekommen sind, musste er pro Tag wahrscheinlich 40 Mal die gleichen Fragen beantworten, wieso denn keine guten Resultate gekommen sind.
Wenn dies dann mehrere Jahre so weiter geht, dann ist es auch verständlich, dass der Frust riesengross ist und Worte fallen wie "GP2-Engine" etc. Fernando hat ja Recht!
Ich bin mir sicher, dass es jedem einzelnen genauso ergangen wäre. ---> Riesengrosser, jahrelanger Frust!
Und aus jedem Satz eines F1Protagonisten erfinden die Medien zig Geschichten in vielen wiederholten Artikeln. Probleme potenzieren sich. Noch mehr Frust bei den Fahrern und beim Team!

Das ganze Riesen-Theater um McLaren und Alonso ist hauptsächlich ein MEDIEN-THEATER und hat nur wenig mit Objektivität und der Realität zu tun.
Doch so viele Trolle fallen darauf herein und trommeln im Herdentrieb mit, weil sie erfundene Geschichten / Verschwörungstheorien / Fiktion und die Realität NICHT mehr auseinander halten können. Der gesunde Menschenverstand setzt bei so vielen aus.
Bei intelligenten Fans: all die Journalisten schaufeln sich mit ihren "Erfindungen, verrückten Theorien und Mutmassungen" selber ein Grab, weil man sie schlussendlich nicht mehr ernst nehmen kann.
Die vielen Wiederholungen des gleichen Themas machen die Sache auch nicht besser...
Das Ganze verkommt schlussendlich zu einer Clickbaite-Farce...
Warum sagen so viele Promis, dass sie keine Zeitung / keine Online-Medien mehr lesen würden?
Eben, weil so viel total Erfundenes drinn steht! So ziemlich jeder macht diese Erfahrung.
Qualitäten Quo Vadis?

Von "Kehrtwendung" bei Alonso keine Spur. Alonso argumentiert seit Monaten in etwa gleich, doch man macht daraus ein Riesen-Theater und verdreht ihm die Wörter.
Zwischendurch ist aus dem Moment heraus einfach noch Frust und Sarkasmus in Alonso's Statements enthalten. Wer kann es ihm verübeln. Dies sollte man erkennen und auseinander halten können!
Ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen wäre angebracht.

Und Alonso würde in der USA nur eine Handvoll Mio. (ca. 20% von heute) verdienen, also wird er schon aus finanziellen Gründen die F1 eher nicht so schnell verlassen, solange seine Fahrkünste noch erwünscht und hochbezahlt sind. Die Startrunden in Spa haben seine Genialität wieder gezeigt. Gut so, wenn ALO weiter Freude machen wird.
Ich glaube, dass Honda noch mindestens 2 Jahre brauchen, bis sie auch nur Renault eingeholt haben.
Und es kommt dazu, dass Honda keine Garantie abgeben kann, wie lange sie noch dabei sind. Da ist höchste Skepsis angebracht.
McLaren hat den Teilhaber und Milliardär Mansour Ojjeh in den eigenen Reihen, welcher ein finanzielles Loch überbrücken kann. Auch die Automotiv-Sparte geht gut. McLaren muss jetzt sportlich wieder auf gesunde Beine kommen und deshalb kein weiteres Risiko mehr mit Honda eingehen. Auch die 2017er Merc-PU wäre noch gut.
STR hat auch nichts zu befürchten, weil sie von RB getragen werden. Die können deshalb ein Risiko eingehen. Schlussendlich ist es eine Verhandlungssache und eine Frage von ein paar Millionen von Honda.
Alle wollen eine gute Lösung haben, deshalb ist auch Liberty mit Brawn bei den Verhandlungen dabei - richtig so.
Was ich nicht verstehe: Ständig meckert man (Fans / Medien) über zu wenig Spannung in der Formel 1 und trotzdem ist man schadenfreudig oder möchte man allzu gerne, dass "McLaren weiter in der Wüste draussen bleibt", inklusive Alonso...

Ja, es wäre doch gut, wenn McLaren wieder konkurrenzfähig wäre unter den Top4 wie auch Renault in den Top5, was mehr Spannung produzieren würde.
...und dann könnte auch Alonso wieder für viel Action auf den vorderen Positionen sorgen. Ich würde es ihm herzlich gönnen, weil er einfach ein sehr guter Racer und Unterhalter ist.

Doch so viele Trolle verlieren leider zu oft das grosse F1-Bild aus den Augen und hetzen aus ihrer Dummheit heraus weiter ---> erzeugt bei mir nur ein grosses Kopfschütteln.

CH-Engineer 2. September 2017, 15:36 Uhr
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