Hülkenberg muss 10 Plätze zurück

Harte Strafe für Startcrash

Nico Hülkenberg - GP Belgien 2018 Foto: sutton-images.com 61 Bilder

Der Startcrash von Spa hat für Nico Hülkenberg auch in Monza noch Folgen. Der Renault-Pilot bekam für den GP Italien eine Startplatzstrafe über 10 Positionen aufgebrummt. Hülkenberg gab seinen Fehler zu und akzeptierte das Urteil.

Nico Hülkenberg wird in Monza wieder von weit hinten losfahren. Nach Anhörung aller Beteiligten entschieden die FIA-Kommissare, den Unfallverursacher beim kommenden Rennen in Monza um 10 Plätze zurückzustufen. Nachdem Hülkenberg seinen Fehler selbst zugab, ging es in der Diskussion nur noch um die Höhe der Strafe.

Viele verglichen den Crash mit dem Startunfall von Romain Grosjean an gleicher Stelle im Jahr 2012. Der Franzose hatte damals auch einige Konkurrenten auf den ersten Metern abgeräumt und wurde anschließend für ein Rennen gesperrt. Rennleiter Charlie Whiting erklärte, warum Hülkenberg dieses Schicksal erspart blieb: „Bei Grosjean war es der vierte Vorfall in kürzerer Zeit. Und damals hatten wir noch kein Punktesystem. Das wurde erst als Folge dieses Unfalls eingeführt.“

Hülkenberg nimmt 4 Autos aus dem Rennen

Fernando Alonso - GP Belgien 2018 Foto: sutton-images.com
Alonso ging fliegen, nachdem er von Hülkenberg angestoßen wurde.

Hülkenberg kassierte zu seiner Startplatzstrafe auch noch 3 Punkte für seine Sünderkartei. Damit hat er nun vier Zähler auf dem Malus-Konto. „Bei Grosjean wären es nach heutiger Rechnung 12 Punkte gewesen, was einem Rennen Strafe entspräche“, so Whiting. Hülkenberg akzeptierte nach Auskunft von Whiting das Urteil ohne Widerrede. „Er hat es wohl erwartet.“

Der Rheinländer hatte die volle Schuld auf sich genommen und in der Anhörung auch keine Ausreden gesucht. „Es hätte in diesem Fall das Urteil aber auch nicht geändert, wenn er seinen Fehler nicht zugegeben hätte“, so Whiting. „Er trug eindeutig alleine die Schuld daran, dass vier Autos ausgefallen sind.“

Auch gegenüber der Presse zeigte sich der Pilot reumütig: „Ich akzeptiere die Strafe. Ich habe den anderen das Rennen zerstört. Und ich habe mir selbst auch das Rennen zerstört. Mit dem Fall von Grosjean kann man das nicht vergleichen. Da sind vorher schon einige Sachen vorgefallen, was bei mir ja nicht der Fall ist. Ich fahre normalerweise sauber. Und sowas macht man ja auch nicht absichtlich. Aber wir wissen, dass sowas immer mal passieren kann. Leider ist es heute mir passiert.“

2018er Autos sensibel im Verkehr

Charles Leclerc - GP Belgien 20188 Foto: sutton-images.com
Charles Leclerc hatte Glück im Unglück, dass nichts Schlimmeres passierte.

Zur Entschuldigung von Hülkenberg kann man anfügen, dass es nicht der erste Crash dieser Art in dieser Saison war. Vettel krachte am Start zum GP Frankreich in Bottas, Sirotkin und Perez hatten in Baku einen ähnlichen Auffahrunfall. Und auch bei der Kollision der beiden Red Bull in Baku spielte der fehlende Grip auf der Vorderachse eine entscheidende Rolle.

Selbst in Spa war Hülkenberg nicht der einzige Pilot, der sich am Start verbremste. Zunächst unbemerkt von den Kameras war Valtteri Bottas dem Williams von Sergey Sirotkin ins Heck gefahren. Der Finne kassierte nachträglich eine 5-Sekunden-Strafe, die sich aber nicht auf das Ergebnis auswirkte. „Wir haben den Unfall auch zunächst im Chaos der ersten Runde nicht bemerkt“, entschuldigte sich Charlie Whiting. „Deshalb wurde es erst nach dem Rennen untersucht.“

Hülkenberg erklärte, wie es in seinem Fall zu dem Crash kam: „Es ist unglaublich in diesem Jahr, wie sehr sich der Griplevel ändert, wenn man in direkter Nähe zu anderen Autos fährt. Da verliert man vor allem an der Vorderachse massiv an Haftung. Ich habe die Bremsen nur leicht berührt und die Räder haben direkt blockiert. Von außen sieht das natürlich nicht besonders toll aus. Das war einfach eine Fehleinschätzung auf meiner Seite.“

Whiting nahm die Aussagen Hülkenbergs mit einem Schmunzeln zur Kenntnis: „Wenn die Piloten wissen, dass die Autos im Verkehr sensibel reagieren, müssen sie einfach etwas Extra-Vorsicht walten lassen.“

Auch Fernando Alonso wollte die Entschuldigung nicht gelten lassen: „Auf solch einem Niveau darf so ein Fehler einfach nicht passieren. Er hat seinen Bremspunkt komplett verpasst. Die Folgen waren ziemlich heftig. Zum Glück ist niemandem etwas passiert. Das nächste Mal sollte er in einer solchen Situation besser zweimal nachdenken.“

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