Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Donnerstag - 22.6.2017 sutton-images.com
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Hülkenberg als Alleinunterhalter: Renault mit Updates für Baku

Hülkenberg als Alleinunterhalter bei Renault Renault mit Updates für Baku

Renault gibt Gas. Das Werksteam geht mit neuen Aero-Teilen seinen eigenen Weg. Nico Hülkenberg lobt das Entwicklungstempo, steht aber als Punktelieferant allein da. Irgendwann braucht Renault auch einen neuen Fahrer.

Renault entwickelt auf dem Niveau von Mercedes, Ferrari und Red Bull. Das Tempo, mit dem die Ingenieure den R.S.17 modifizieren, ist beachtlich. Auch in Baku sind neue Teile am Auto. Noch dazu interessante, weil Renault damit nicht andere Teams kopiert, sondern in dem Bereich einen neuen, eigenen Weg einschlägt.

Gemeint sind die Leitbleche unter der Nase und vor den Seitenkästen. Der erste Strömungsausrichter unter der Nase besteht aus zwei nebeneinander montierten Elementen. Das Leitblech vor den Kühleinlässen hat zwei Anhängsel nach hinten und unten eine Bodenplatte, die jetzt horizontal sechsfach statt vierfach gefächert ist. Sie dienen als Luftwirbel-Produzent, um den Boden seitlich noch besser zur Straße hin abzudichten.

Renault-Mindestziel ist Platz 6

Nico Hülkenberg sieht die Arbeit der Designabteilung mit Genugtuung. Das bestätigt ihn in seiner Entscheidung für den Werksrennstall. „Wir bewegen uns mit dem Auto in die richtige Richtung und haben noch weitere gute Entwicklungen bei uns im System.“ Für 2018 sind die Ziel hoch gesteckt: „Konstant in die Top 8“

Noch muss für WM-Punkte alles passen und auf manchen Strecken braucht Renault zusätzlich den Faktor Glück. Baku könnte so ein Rennen werden, weil im Vergleich zur direkten Konkurrenz Motorleistung fehlt. „Es ist die Power-Strecke schlechthin. Was du auf den Geraden verlierst, ist in den Kurven wieder schwer aufzuholen.“ Renault hat dafür seine Flügel eigens getrimmt. Im Prinzip eine Spa-Version, aber mit gekappten Flaps und Kaskaden. „Letztes Jahr waren wir hier mit zu viel Abtrieb unterwegs“, kritisiert Einsatzleiter Alan Permane.

Renault steht mit 18 Punkten derzeit auf Platz 7 in der Konstrukteurs-WM. Der Anspruch ist aber mindestens der sechste Platz. Der ist nur zu erreichen, wenn in Zukunft beide Fahrer punkten. Viele Chancen wird Jolyon Palmer nicht mehr bekommen. Die Gerüchte sprechen von einer Ablösung vor der Sommerpause. Als Namen werden Sergey Sirotkin, Sebastien Buemi und Robert Kubica gehandelt. Hülkenberg ist egal, wer kommt. Er fährt immer am Limit, egal wie viel Druck der Kollege im anderen Auto ausübt: „Ein schnellerer Teamkollege macht mich nicht schneller.“

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