Nico Hülkenberg bei Sauber

"Für Punkte müssen wir uns extrem strecken"

Nico Hülkenberg GP England Formel 1 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Diese Saison hatte sich Nico Hülkenberg anders vorgestellt. Nach sieben Grand Prix hat er kümmerliche fünf Punkte auf dem Konto. Zum letzten Mal hat es beim GP China geklingelt. Gibt es noch Hoffnung auf Besserung? Hülkenberg bedauert: "Wir sind zu weit hinten. Ich sehe zur Zeit kein Upgrade, das uns auf einen Schlag weit nach vorne bringt."

Wenn Nico Hülkenberg eine Tür weiter schaut, dann wird ihn innerlich der große Frust packen. Bei seinem alten Team Force India läuft es wie geschmiert. Adrian Sutil und Paul di Resta haben bereits 51 Punkte gesammelt. Das Konto von Hülkenberg ist seit dem GP China auf fünf Zähler festgeschraubt.

Große Hoffnung, dass sich da in Zukunft viel tut, hat Hülkenberg nicht. Auch wenn Silverstone eine Strecke ist, die dem Sauber C32 besser liegt als das Stop-and-Go von Montreal. "Das heißt aber nicht automatisch, dass wir hier in die Punkte fahren. Dafür müssen wir uns extrem strecken. Die Streckencharakteristik hilft uns nicht fünf Plätze nach vorne."

Sauber kein Siegerauto

Die Modifikationen am aktuellen Auto brachten immer nur kleine Fortschritte. Deshalb fällt es schwer zu glauben, dass die neuen Teile für Silverstone die Wende bringen. "Wir hatten ja bereits verschiedene Upgrades, jedes hat das Auto ein bisschen verbessert, aber keines hat uns wirklich nach vorne gebracht. Vielleicht auch, weil die anderen schneller entwickeln als wir."

Deshalb sieht Hülkenberg auch wenig Hoffnung, dass sich das Bild noch gravierend ändert. "Es wird schwer, aus dem Sauber noch ein Siegerauto zu machen oder ihn entscheidend zu verbessern. Vor allem vor dem Hintergrund, dass jetzt bereits alle unter Hochdruck an den 2014er Autos arbeiten. Wenn der Fokus vom 2013er Auto weg ist, können wir von dort, wo wir sind, auch nicht großartig wegkommen."

Sauber und Chefdesigner Morris trennen sich

Haben die Sauber-Ingenieure mit dem vermeintlichen Trick der schlanken Seitenkästen vielleicht doch aufs falsche Pferd gesetzt? Hülkenberg geht diese Erklärung zu weit: "Das Auto ist aerodynamisch nicht in Balance, und es hat nicht genug Abtrieb. Das ausschließlich auf die Seitenkästen zu reduzieren, wäre zu einfach gedacht."

Es ist wie immer eine Frage des Pakets. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass sich die Wege von Sauber und Chefdesigner Matt Morris am 1. Juli trennen. Der Engländer sei auf dem Weg zurück zu McLaren, heißt es. Nach James Key ist Morris der zweite leitende Ingenieur, der den Rennstall in den letzten beiden Jahren verlassen hat. Als Nachfolger für Morris wurde Eric Gandelin bestimmt. Er ist seit 2002 bei Sauber und war in den letzten fünf Jahren Direktor des Fahrzeugkonzepts.

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