Hülkenberg gewinnt zwei Plätze

Strafen gegen Räikkönen und Ricciardo

Kimi Räikkönen GP Kanada 2013 Foto: xpb 64 Bilder

Für Kimi Räikkönen und Daniel Ricciardo hatte das Qualifying von Montreal ein Nachspiel. Weil sie sich beim Restart im Q2 unfair nach vorne gedrängelt hatten, wurden Sie von den FIA-Stewards jeweils zwei Startplätze zurückgestuft. Der Hauptprofiteur heißt Nico Hülkenberg.

Diese Szene sorgte im ganzen Fahrerlager für Diskussionen: Als der zweite Quali-Abschnitt wegen des Massa-Unfalls unterbrochen wurde, waren nur noch knapp zwei Minuten auf der Uhr. Gerade genug für eine schnelle Runde - wenn man nicht im Verkehr steckt. Da alle die gleiche Idee hatten, wurde es am Boxenausgang voll.

Als erstes stellten sich die beiden Sauber an die Linie. Dahinter platzierte Adrian Sutil seinen Force India auf Position drei. Als Kimi Räikkönen seine Garage verließ, dachte er gar nicht daran, sich ordentlich hinten anzustellen. "Er hat einfach eine zweite Reihe aufgemacht", beklagte sich Sutil später.

Auch Nico Hülkenberg wurde vom forschen Finnen überrascht. "Ich habe über Funk nachgefragt, ob das erlaubt ist. Die haben mir gesagt, dass sich die Fahrer in der zweiten Reihe in der Reihenfolge einsortieren müssen, in der sie ihre Box verlassen haben."

Räikkönen und Ricciardo müssen zum Rapport

Offenbar hatte Räikkönen die Regel nicht genau gelesen. Kaum sprang die Boxenampel auf Grün, gab der Finne Gas. Daniel Ricciardo wählte dahinter die gleiche Taktik, um sich eine gute Position auf der Strecke zu verschaffen. Für beide ging die Strategie auf. Beide landeten in den Top Ten.

Doch beendet war die Angelegenheit damit noch nicht. Die FIA-Kommissare leiteten eine Untersuchung ein und baten Räikkönen und Ricciardo zum Rapport. Auch Sergio Perez, Jean-Eric Vergne und Pastor Maldonado wurden vorgeladen. Doch wie die Untersuchung ergab, hatten sich nur Räikkönen und Ricciardo falsch verhalten.

Die Strafe fiel vergleichsweise mild aus. Beide Piloten wurden zwei Plätze nach hinten gestuft. Allerdings sorgte der Modus, wie die Strafe angewendet wird, für Verwirrung. Erst wurde Räikkönen hinter Ricciardo und Hülkenberg gesetzt. Dann wurde Ricciardo hinter Hülkenberg und Räikkönen gestuft. Beide Piloten verlieren effektiv also jeweils nur einen Platz. Hülkenberg rutscht zwei Positionen nach vorne.

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