Hülkenberg hakt Baku-Crash ab

Hülk aktuell nur schwer zu schlagen

Nico Hülkenberg - GP Spanien 2018 Foto: sutton-images.com 114 Bilder

Nico Hülkenberg blickt nach vorn. Der Crash in Baku ist Vergangenheit. Er hat nicht am Selbstvertrauen des Renault-Piloten gekratzt. Wenn Carlos Sainz den Deutschen schlagen will, muss er sich anstrengen, meint Hülkenberg.

Es ist schon bitter. Immer wenn Nico Hülkenberg die Chance auf sein erstes Podium in der Formel 1 hat, kommt etwas dazwischen. Die letzten beiden Male in Baku ein Crash. Hülkenberg lag zum Zeitpunkt des Unfalls vor Sergio Perez. Und der wurde am Ende Dritter. Der Rheinländer hat das Thema abgehakt: „Ich habe mich gar nicht damit befasst, was möglich gewesen wäre. Das Ding ist durch. Ich schaue nach vorne.“

Einmal muss er trotzdem noch auf die Szene in der 11. Runde zurückblicken. „Ich hatte vorher auf der Geraden immer so 20 km/h Rückenwind. In der Runde waren es 50 km/h. Es hat mich mehr in die Kurve reingeschoben, ich war noch beim Einlenken auf der Bremse. Dann ist das Heck gekommen und ich habe die Mauer berührt. Das soll keine Ausrede sein. Am Ende des Tages war es ein Fahrfehler.“

Das Selbstvertrauen hat jedenfalls nicht gelitten. Hülkenberg genießt es, dass er von den letzten 24 Trainingsduellen bei Renault nur eines verloren hat. Und dass sich Carlos Sainz bis jetzt die Zähne an ihm ausbeißt. Vier Trainings, vier Niederlagen. Hülkenbergs Kommentar dazu dürfte dem Spanier keinen Mut machen. „Wenn ich mich im Auto wohl fühle, den Job hundertprozentig mache, dann ist es schwer schneller zu fahren als ich.“ Das gilt ganz offensichtlich für alle im Feld. Wir würden Hülkenberg gerne mal in einem Mercedes oder Ferrari sehen.

Renault muss noch Hausaufgaben machen

Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Bahrain - 7. April 2018 Foto: sutton-images.com
Nico Hülkenberg ist gegen Carlos Sainz im Quali-Duell noch ungeschlagen.

Der Blondschopf ist zufrieden, wo er ist, auch wenn auf die drei Top-Teams immer noch mehr als eine Sekunde fehlt. Und diese Zufriedenheit ist auch ein Grundstein für seinen augenblicklichen Speed und seine Konstanz im Kampf um die schnelle Trainingsrunde. „Ich bin einfach gut drauf. Das ist der Ausdruck der Zufriedenheit, in meiner Karriere jetzt dort gelandet zu sein, wo ich hin wollte. Und ich sehe die Perspektiven. Da entsteht etwas.“

Die Qualifikationsstärke von Hülkenberg hat nicht nur etwas mit seinem Grundspeed und mentaler Stärke zu tun, im entscheidenden Moment die optimale Leistung abzuliefern. „Das ist auch eine Sache der Erfahrung. Ich bin jetzt so oft durch die Prozedur vom Q1 bis ins Q3 gegangen, dass ich auf alle Situationen vorbereitet bin. Da stellt sich eine gewisse Sicherheit ein. Ich weiß, an welchen Stellschrauben ich drehen muss.“

Zuerst muss Renault einmal den Kampf um Platz 4 gewinnen. Das Aero-Paket in Baku war ein Fortschritt, der aber schwer zu quantifizieren ist. „Baku ist eine sehr spezielle Strecke. Das sieht man schon an dem Ergebnis von Force India. Wir hatten speziell für diese Strecke ein Upgrade gebaut. Das muss nicht unbedingt übertragbar auf andere Strecken sein. Ja, wir haben im Rennen am Anfang mit den Red Bull gekämpft, aber ich führe es darauf zurück, dass wir zu dem Zeitpunkt die weicheren Reifen drauf hatten.“

Die Hauptaufgabe sieht Hülkenberg immer noch darin, dem Heck des Autos sein Eigenleben auszutreiben: „Daran müssen wir arbeiten, da haben wir Nachholbedarf. Das ist eine Sache der Aerodynamik. Wie alles bei diesen Autos. Die Aerodynamik ist der König.“

Das Problem mit dem schwankenden Abtrieb im Heck stört die Renault-Piloten mehr im Rennen als im Training. Mit dem Grip frischer Reifen lässt es sich überdecken. Doch auf Dauer leiden die Reifen. Und dann geht im Rennen die Reise rückwärts.

Neues Heft
Top Aktuell Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2017 Vorschau GP Abu Dhabi Gelingt Vettel doch noch ein Sieg?
Beliebte Artikel Carlos Sainz - Renault - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 28. April 2018 Positive Bilanz von Renault Klare Steigerung zum Vorjahr Renault - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 29. April 2018 Bestes Resultat für Renault Sainz auf in Top 5, Hülk in Mauer
Anzeige
Sportwagen McLaren 720S Spider McLaren 720S Spider Supersportwagen als Cabrio Speed Buster BMW M5 BMW 5er-Tuning Bis zu 800 PS im M5 sind möglich
Allrad Ford Bronco Neuer Ford Bronco 2020 Bald Serie, aber nicht mehr Kult Subaru Crosstrek Hybrid (USA) Subaru Crosstrek Hybrid (2019) XV für die USA als Hybrid
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet W111 (1970) Wiesenthal Mercedes-Auktion Wiesenthal Familiensammlung unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu