Nico Hülkenberg im Pech

Zur falschen Zeit am falschen Ort

Formel 1 GP Monaco 2013 Nico Hülkenberg Foto: xpb 66 Bilder

In Monte Carlo muss man zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein. Nico Hülkenberg ging am Ende eine Runde ab. Eine Runde auf Slicks. Doch Sauber zog erst einmal Intermediates auf. Das hat den Sprung ins Top Ten-Finale verhindert.

Nico Hülkenberg trennten 0,708 Sekunden vom Aufstieg in die dritte K.O.-Runde der Qualifikation. Das klingt nach viel Holz. Doch es war viel knapper als es die Rundenzeit glauben lässt. "Ich hätte den Sprung ins Q3 drin gehabt", ist sich Hülkenberg sicher.

Hülk eine Runde zu früh oder zu spät

Wie immer in Monte Carlo bestimmte das Timing über Sein oder Nichtsein. Der Regen erschwerte alle Entscheidungen. Es ging darum, zum richtigen Zeitpunkt von Intermediates auf Slicks zu wechseln. Sauber erwischte den falschen. Man holte Hülkenberg zu spät an die Box. Oder zu früh. "Als ich zum ersten Reifenwechsel reinkam, hätten wir schon Supersoft-Reifen aufziehen sollen. Stattdessen haben wir es noch einmal mit Intermediates probiert."

Kaum war Hülkenberg auf der Strecke, purzelten schon die ersten Zwischenbestzeiten. Eine Runde später stand der lange Blonde erneut vor der Sauber-Box. Damit blieb nur noch eine fliegende Runde auf den Trockenreifen. Und da musste alles passen. "Mir fehlte eine Runde Information wie der Grip der Reifen ist. Und eine Runde, um mehr Temperatur in die Reifen zu kriegen. Bis auf Vergne sind alle um mich herum die Zeit in der zweiten fliegenden Runde gefahren. Bei mir musste es die erste sein." Auf die Frage, wer da bei der Strategie verzockt hat, gibt sich der Fahrer diplomatisch: "Es war eine gemeinsame Entscheidung im Team."

Freie Reifenwahl kein strategischer Vorteil

Rang 11 ist eigentlich ein begehrter Platz im Mittelfeld, weil es die erste Position ist, auf der man die Reifen frei wählen kann. Hülkenberg glaubt trotzdem nicht an einen Vorteil. "Ich weiß nicht, ob es da viel zu wählen gibt. Der Unterschied zwischen frischen und gebrauchten Reifen ist nicht so wahnsinnig groß. Und vor uns stehen fast nur Autos, die schneller sind als unseres."

Es hätte aber auch schlimmer kommen können. Der Regen machte die ersten beiden Qualifikationsrunden zu einem Ritt auf der Rasierklinge: "Das war unglaublich rutschig da draußen. In der Mirabeau-Kurve bin ich wie auf rohen Eiern gefahren und trotzdem geradeaus gesegelt. Die Bedingungen haben ständig gewechselt. Du wurdest immer ins kalte Wasser geschmissen."
 

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