Nico Hülkenberg - Renault - GP China 2017 - Qualifying xpb
Lewis Hamilton - Mercedes -  GP China 2017 - Qualifying - 8.4.2017
Lewis Hamilton - Mercedes -  GP China 2017 - Qualifying - 8.4.2017
Antonio Giovinazzi - Sauber - GP China 2017 - Qualifying - 8.4.2017
Antonio Giovinazzi - Sauber - GP China 2017 - Qualifying - 8.4.2017 48 Bilder

Hülkenberg mit starker Qualifikation

Harmonie stimmt zwischen Hülk und R.S.17

Nico Hülkenberg qualifizierte sich als Siebter für den GP China 2017. Der Rheinländer blickte nach dem Einzug in Q3 zufrieden drein. Hülkenberg warnt aber davor, dass Punkte im Rennen ein Selbstläufer werden.

In Melbourne landete Nico Hülkenberg im Qualifying auf dem zwölften Rang außerhalb der Top 10. Zwei Wochen später sieht die Formel 1-Welt anders aus. Der ehemalige Force India- und neue Renault-Pilot arbeitete sich auf die siebte Position vor. Der sechsplatzierte Felipe Massa lag in Reichweite. Hülkenberg verlor nur 73 Tausendstel auf den Brasilianer im Williams FW40.

Renault hadert über konserative Taktik

Hätte der Le Mans-Sieger diese Rundenzeit noch knacken können? „Klar, es ist weniger als ein Zehntel. Ich glaube aber, wir haben unser Pulver verschossen.“ Vier Minuten vor dem Ende von Q3 kletterte Hülkenberg nach seinem einzigen Run aus seinem Renault R.S.17. Das Team hatte in den ersten beiden Durchgängen alle Reifen verbraucht. „Zwei Sätze in Q1, zwei in Q2. Im letzten Durchgang hatten wir nur noch den einen Extrasatz“, berichtete der 29-jährige aus Emmerich.

Einsatzleiter Alan Permane haderte, dass sein Pilot im letzten Durchgang nur diese eine frische Garnitur der Supersofts auf Lager hatte. „Wir sind vielleicht zu konservativ in Q1 gegangen. Wenn wir uns da einen Satz aufgespart hätten, hätten wir in Q3 ein weiteres Mal angreifen können. Felipe hatte sich in seiner zweiten Runde verbessert. Womöglich hätten wir das auch geschafft.“ Williams setzte in den ersten 18 Minuten auf nur ein Outing, und konnte dafür im Finale zwei Versuche starten. Es zahlte sich aus. Massa fand im zweiten Schuss 0,153 Sekunden und überflügelte Hülkenberg.

Sofort ein gutes Gefühl in China

Immerhin war Renault im Qualifying das zweitbeste Mittelfeld-Team. Man verwies Force India, Toro Rosso und HaasF1 auf die Plätze. „Eine Momentaufnahme“, urteilt Hülkenberg. „Ich würde nicht sagen, dass wir bald das Mittelfeld anführen. Wir müssen abwarten. Wie es morgen, in Bahrain oder Sotschi aussieht, ist alles Spekulation. Ich denke, die Leistungen verschieben sich von Strecke zu Strecke.“

Verglichen mit Melbourne gelang Renault ein guter Fortschritt. „Australien war für uns ein weiterer Test. In Barcelona bei den Wintertests konnten wir kaum Longruns durchführen, weil wir unsere Probleme hatten. Dadurch versäumten wir einiges, und mussten erstmal aufholen. In Melbourne haben wir ein paar Sachen entdeckt, die nicht so gepasst haben am Auto.“ Auf dem Shanghai International Circuit passte das Gefühl im ersten trockenen Training sofort. „Die Harmonie im Auto stimmte mit dem ersten Meter. Wir haben guten Grip und die Balance passt.“

Hülkenberg ärgert sich, dass der Trainingsfreitag aufgrund der Wetterbedingungen praktisch ausfiel. „Dann hätten wir sogar mehr gefunden im Auto.“ Der Dreher ausgangs Kurve zwei ist abgehakt. „Er hat einfach hart gepusht und ist ausgerutscht. Kann passieren“, urteilte Permane über den kleinen Freitags-Fauxpas.

Palmer in Q1 raus und bestraft

Für den Rennsonntag ist eine Verschlechterung des Wetters angesagt. Regen droht. Hülkenberg nimmt es, wie es kommt. „Wenn man sich auf einer guten Position qualifiziert, wünscht man sich eigentlich konstante Gegebenheiten. Andererseits mag ich es, im Regen zu fahren. Aber im Nassen kann alles passieren, es gibt keine Garantien. Mir sind die Bedingungen jedoch egal.“

Das Qualifying hatte nicht nur gute Seiten für Renault. Jolyon Palmer scheiterte bereits in Q1 und wurde 18. „In seinem ersten Versuch fasste er einen Bremsplatten in Kurve sechs auf“, berichtete Einsatzleiter Permane. „Im zweiten Anlauf kamen gelbe Flaggen dazwischen.“ Es kam noch schlimmer. Nach dem Abschlusstraining brummten ihm die Sportkommissare zusätzlich fünf Strafplätze auf. Weil Palmer unter doppelt gelb nicht genug verlangsamt hatte. Ein Verstoß gegen Artikel 2.4.5.1 b.) und 12.1.1.i des Sportgesetzes.

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