Nico Hülkenberg - Renault - F1-Test - Barcelona - 27. Februar 2017 xpb
Daniel Ricciardo - Red Bull - F1-Test - Barcelona - 27. Februar 2017
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Valtteri Bottas - Mercedes - F1-Test - Barcelona - 27. Februar 2017 167 Bilder

Hülkenberg Neunter zum Auftakt

Renault verliert Carbon-Teile

Nico Hülkenberg war nach dem ersten Testtag weder unzufrieden, noch sonderlich glücklich. Sein Renault verlor ein paar Verkleidungsteile und der lange Rheinländer machte sich mit seinem neuen Team vertraut.

Für Nico Hülkenberg beginnt 2017 ein neuer Karriereabschnitt. Nach zuletzt drei Jahren bei Force India fährt der Rheinländer nun für Renault. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya drehte Hülk erstmals öffentlich seine ersten Bahnen in seinem neuen gelb-schwarzen Renner. In acht Stunden jagte Hülkenberg 57 Mal oder 265 Kilometer um den Kurs. Sein Fazit: „Es war kein problemfreier Tag, aber ich würde sagen, es war okay.“

"Ein Lkw zischt vorbei"

Zuerst die Probleme. Hülkenbergs Renault entledigte sich unfreiwillig einiger Karosserieteile. „Manche Carbon-Elemente waren nicht ganz standfest.“ Wirklich besorgt wirkte der Le Mans-Sieger von 2015 aber nicht. „Wir haben Runde für Runde, Run für Run mehr über das Auto gelernt.“ Für Hülkenberg geht es in Barcelona nicht nur darum, sich mit dem R.S.17 vertraut zu machen, sondern auch seine Truppe näher kennenzulernen. Alle Namen hat sich der 115-fache GP-Fahrer noch nicht gemerkt. Seine Mechaniker würde er aber auch ohne Teamklamotten erkennen.

Wie fühlte es sich an, nicht mehr in den Force India, sondern in einen Renault zu steigen? „Im ersten Moment seltsam. Aber das liegt nicht nur am Auto. Nach drei Monaten Pause und mit all den Regeländerungen muss man sich erstmal akklimatisieren und warm werden“, berichtete der 29-jährige aus Emmerich. Sein erster Eindruck von den neuen Autos: „Sie sehen brachial und sehr maskulin aus. Vielleicht hätte es ein bisschen schmaler hinten auch getan. Wenn dich einer überholt, meinst du, ein Lkw zischt an dir vorbei.“

Sein Programm spulte Hülkenberg auf den Medium-Reifen ab. „Sie erlauben es uns am besten, am Setup zu arbeiten. In der Vergangenheit war es ja so, dass man die weicheren Reifen nach zwei, drei Runden nicht mehr brauchen konnte.“ Das soll sich mit der neuen Reifengeneration ändern. Pirelli legt wert darauf, dass die Gummis weniger verschleißen und die Piloten die Autos länger am Limit bewegen können. Die Mission scheint geglückt. „Ich bin zum Schluss 18 Runden am Stück gefahren. Die Reifen waren relativ stabil.“

Training in der Dominikanischen Republik

Der Reifenlieferant sprach vor den Tests die Vermutung aus, dass speziell die Vorderreifen womöglich schwerer aufzuwärmen sein werden. „Das war heute nicht schlecht“, berichtet Hülkenberg. „Der Peak der Reifen war nicht in der ersten Runde. Das könnte aber den kalten Temperaturen geschuldet gewesen sein.“

Sein Ex-Stallrivale Sergio Perez sprach davon, dass die neuen Autos vor allem durch langsame Kurven spürbar besser gehen. In den schnellen Ecken dagegen noch nicht. „Man merkt den Zugewinn speziell in den mittelschnellen Kurven“, gab Hülkenberg seine Eindrücke wieder. Wie sah es in den schnellen Kurven der Strecke in Barcelona aus? Kurve drei und neun? „Die erste der beiden ging flott, die zweite heute noch nicht so.“

Die zwei Meter breiten Rennautos haben einen höheren Luftwiderstand und sind deshalb langsamer auf den Geraden. Hülkenberg fühlte nur kleine Unterschiede. „Mit DRS sind es vielleicht fünf oder zehn km/h.“ Und wie sieht es mit der Belastung für den Fahrer aus. Mehr Abtrieb bedeutet höhere Kurvengeschwindigkeiten und höhere G-Kräfte. Hülkenberg trainierte deshalb intensiv zwei Wochen in der Dominikanischen Republik. „Wenn ich heute 100 Runden gefahren wäre, hätte ich den Nacken schon stärker gemerkt als früher.“

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