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Hülkenberg schlägt Ferrari

Die beste Quali-Runde der Saison

Nico Hülkenberg hat seinen Force India in Mexiko überraschend auf Startplatz 5 gestellt. Dass er die beiden Ferrari schlagen kann, hatte der Force India-Pilot vorher auch nicht geahnt. Eine Kombination aus vielen Faktoren ließ den Rheinländer fliegen.

Nico Hülkenberg hat einen Lauf. Zum zehnten Mal in Folge startet der Rheinländer am Sonntag in Mexiko aus den Top Ten. Mit einer Glanzleistung im entscheidenden Versuch ging es bis auf die fünfte Position – noch vor die beiden Ferrari. Damit hatte der Pilot selbst nicht gerechnet.

„Wir hatten vorher echt Zweifel, ob wir überhaupt Williams schlagen können. An Ferrari war gar nicht zu denken. Aber dann sind uns die Bedingungen entgegen gekommen. In der letzten Runde waren die Reifen im perfekten Fenster. Ich hätte keine Kurve besser fahren können. Meine Runde im Q3 war die beste meiner ganzen Saison“, erklärte der Deutsche die kleine Sensation.

Befreiung nach Renault-Wechsel?

Während sich die rote Konkurrenz mit den Gummis verzettelte, hörte man von Hülkenberg keine Klagen über die sensiblen Pirellis. „Wir haben die Reifen das ganze Wochenende gut verstanden. Wir hatten auch keine Probleme, sie in das Fenster zu bekommen, in dem wir sie haben wollten. Die höheren Temperaturen und mehr Gummi auf der Strecke haben unserer Balance noch zusätzlich geholfen.“

Doch das alleine reichte einigen Journalisten als Begründung für die gute Leistung nicht aus. Spielte vielleicht auch der Wechsel zu Renault eine Rolle für die guten Qualifyings in Austin und Mexiko? „Jeder fragt mich danach. Vielleicht ist da tief in mir drin wirklich etwas. Aber ich wusste ja schon lange, dass meine Zukunft nächstes Jahr gesichert ist.“

Ganz abstreiten wollte Hülkenberg die Psycho-Theorie aber nicht. „Ich habe es ja auch schon letztes Jahr mit Le Mans gemerkt, dass positive Ereignisse immer nochmal für einen kleinen Boost sorgen können. Man ist glücklicher und fährt dann vielleicht auch ein wenig schneller. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass ich jetzt zum Ende der Saison das Auto noch besser verstehe und mich mit dem Setup leichter tue. Das ist wohl eine Kombination von verschiedenen Faktoren.“

Ferrari im Rennen schwer zu halten

Im Rennen bekommt es Hülkenberg wohl zunächst mit Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel zu tun, die ihm direkt im Nacken liegen. „Das wir schwer, die hinter mir zu halten. Im Longrun sind die immer sehr gut unterwegs. Und in Sachen Reifenverschleiß sind sie normalerweise auch stark.“ Auch die Reifen sprechen für die rote Konkurrenz. Mit Soft-Gummis sollte Ferrari im ersten Stint deutlich konstantere Rundenzeiten fahren können.

Wie groß der Reifen-Nachteil sein wird, konnte Hülkenberg nach dem Qualifying noch nicht sagen: „Das werden wir im Rennen herausfinden – in den ersten zehn Runden.“ Beinahe wäre auch der Force India-Pilot mit den gelbmarkierten Gummis losgefahren. Im Q2 versuchte es Hülk im ersten Run auf Soft. „Mit einer guten Runde hätte es klappen können. Aber leider war die Runde furchtbar. Deshalb musste ich noch einmal rausfahren.“

Perez entschuldigt sich nach Fehler im Q2

Auch Teamkollege Sergio Perez schaffte es nicht, die Q2-Hürde mit den Softs zu nehmen. Aber im Gegensatz zu Hülkenberg zeigte der Mexikaner im zweiten Anlauf mit den Supersofts Nerven. „Da ist mir leider ein Fehler unterlaufen. Ich habe mich in Kurve 1 verbremst und damit war die Runde dahin. Das war mein Fehler.“

Perez wollte die enttäuschende Leistung nicht schönreden: „Ich möchte mich dafür beim Team und bei den vielen Menschen da draußen entschuldigen. Wenn es nur ein Qualifying gibt, in dem ich eine gute Leistung abliefern wollte, dann war das heute. Leider hat das nicht geklappt.“ Am Druck der vielen tausend Fans habe es nicht gelegen: „Für mich ist das eher Motivation. Die genieße ich richtig. Und für morgen werden sie mir wieder viel Stärke geben.“

Für das Rennen hat sich der Lokalmatador richtig viel vorgenommen: „Ich bleibe optimistisch. Ich denke, wir können viele Positionen gutmachen. Die Pace ist da. Ich konnte es heute einfach nicht zeigen. Im Rennen kann alles passieren. Das hat sich zuletzt schon in Austin gezeigt. Man muss gut durch die erste Runde kommen. Danach geht es nach vorne. Wir müssen mal abwarten, wie sich die Temperaturen entwickeln. Und dann mit der Strategie richtig reagieren.“

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Im Qualifying zum GP Mexiko ging es ordentlich zur Sache.

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