Hülkenberg zum Spa-Crash

„Von allen Seiten bombardiert“

Nico Hülkenberg - Formel 1 - GP Belgien 2018 Foto: sutton-images.com 61 Bilder

Nico Hülkenberg hat die Schuld für den Startcrash von Spa auf sich genommen. Er war auch ein Opfer der Umstände und warnt davor, dass weitere Startunfälle passieren. Die aktuellen Autos reagieren noch empfindlicher im Luftwirbel beim Start.

Romain Grosjean in Barcelona, Sebastian Vettel in Paul Ricard, Sergio Perez und Kimi Räikkönen in Silverstone, Marcus Ericsson am Hungaroring. Der Auffahrunfall von Spa war kein Einzelfall. Wir erinnern uns: Nico Hülkenberg rutschte mit blockierenden Vorderreifen in den McLaren von Fernando Alonso. Valtteri Bottas macht innen das gleiche mit Sergey Sirotkin. Von außen sehen die Unfälle aus wie Anfängerfehler. Sind sie aber nicht. Nico Hülkenberg will seinen Fehler nicht entschuldigen, nur erklären: „In diesem Jahr spürst du beim Start die Turbulenzen mehr als je zuvor.“

Hülkenberg macht es an der immer extremeren Aerodynamik fest. „Wir haben bei perfekter Anströmung extrem viel Abtrieb. Wenn du dann in Turbulenzen kommst, ist der Verlust viel größer als vorher.“ Der Renault-Pilot kann heute noch nicht verstehen, warum sein Auto einfach nicht verzögern wollte. „Schau dir die Telemetriedaten an. Ich bin nicht wie ein Wahnsinniger in die Bremse gestiegen, habe sie stattdessen nur leicht angetippt. Und schon stehen die Vorderräder.“

Es fehlte das rettende Loch im Feld

Hülkenberg reimt es sich so zusammen. „Ich bin mittendrin gesteckt. Direkt vor mir Alonso, schräg davon versetzt Leclerc. Rechts neben mir fährt Sirotkin. Von dem habe ich noch die Turbulenzen von den Rädern abbekommen. Ich bin von allen Seiten mit schlechter Luft bombardiert worden. Der Frontflügel hatte null Abtrieb mehr. Bottas war ein bisschen besser dran als ich, weil er nur ein Auto vor sich hatte. Sirotkin dagegen hatte das Glück, das beim Bremsen vor ihm gerade ein Loch aufgegangen war.“

Kevin Magnussen zeigt Verständnis: „Im Startgetümmel prasseln von allen Seiten Turbulenzen auf dich ein. Es ist wirklich nicht einfach, den Bremspunkt zu finden.“ Fernando Alonso spottet: „Für einige Fahrer war es eine neue Erfahrung, dass sie so weit hinten losfahren. Wenigstens haben sie etwas gelernt.“

Neuester Kommentar

Lieber Pändabar,

diese Antwort ist mir zu einfach und trifft nicht das Thema.
Niemand kann und will, dass jemand den Regen abbestellt.
Aber die Regelungen für die aerodynamische Fahrzeuggestaltung kann man so machen, dass Fahrzeuge bei 3 -4 Autolängen Abstand nicht mehr unkontrollierbar sind.
Willst Du tatsächlich einen Großteil der Spitzenfahrer als zu doof darstellen, "rechtzeitig unter den genannten Bedingungen zu bremsen" ? (SV, LH, FA, VB, MV, KR,......)
In der F1 fährt man Rennsport wheel to wheel und nicht Abstand Tacho/2.

Auto_MG 31. August 2018, 20:27 Uhr
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