Hülkenberg übersteht Überschlag

„Wäre selbst nicht rausgekommen“

Nico Hülkenberg - GP Abu Dhabi 2018 Foto: sutton-images.com 57 Bilder

Nico Hülkenberg beendete seine Saison mit einem Überschlag. Nach dem Rennen verriet der Rheinländer im Interview, wie es dazu kam und wie sich die brenzlige Situation aus seiner Sicht darstellte.

Das Saisonende haben wir uns etwas anders vorgestellt.

Hülkenberg: Ich mir auch!

Wie war die Situation aus Ihrer Sicht?

Hülkenberg: Das war natürlich keine angenehme Situation. Überschläge habe ich im Auto noch nicht oft erlebt. Das war jetzt aber nicht so schlimm. Die Unfälle in Japan oder Brasilien waren vom Einschlag viel heftiger. Es hat sich alles gedreht, etwa wie im Looping in einer Achterbahn. Es überwiegt dann aber schnell der Frust und der Ärger, dass das Rennen so schnell beendet ist. Man steckt so viel Arbeit in ein Rennwochenende und wenn es dann so schnell zu Ende ist, dann ist es natürlich bitter.

Nico Hülkenberg - GP Abu Dhabi 2018 Foto: sutton-images.com
Die Situation für Hülkenberg wurde brenzlig im Cockpit.

Am Funk wirkten Sie relativ gelassen. War es so ruhig oder hat es sich nur so angehört?

Hülkenberg: Das war natürlich keine komfortable Situation, vor allem als ich dann das Feuer gesehen habe. Ich wäre selbst auch nicht aus dem Auto rausgekommen. Rechts war die Wand im Weg, links der Halo. Und zum Asphalt war ein Spalt von 30 oder 40 Zentimetern. Deshalb habe ich gehofft, dass die Marshals schnell kommen. Die haben dann aber auch super reagiert und einen guten Job gemacht. Aber für mich war das natürlich eine ungewohnte Situation.

Wäre es ohne den Halo leichter aus dem Auto rausgegangen?

Hülkenberg: Das weiß ich nicht. Die Frage kann ich nicht beantworten. Ich weiß nicht, wie die Situation ohne Halo ausgesehen hätte. Aber so oder so… der Halo ist da, damit müssen wir uns abfinden.

Wie war die Situation mit den Streckenposten? Haben die irgendwelche Anweisungen gegeben?

Hülkenberg: Nein, die waren einfach nur besorgt um mein Wohlergehen.

Es hat aber immerhin mehr als drei Minuten gedauert, bis Sie endlich befreit waren.

Hülkenberg: Da hat man mal gemerkt, wie schwer so eine Kiste ist. Die konnten das Auto nicht einfach umdrehen. Vielleicht hat sich auch irgendetwas verhakt. Und die Streckenposten wollten mich auch nicht einfach runterplumpsen lassen, weil dann eine Gefahr für die Wirbelsäule bestanden hätte. Deshalb haben sie es ganz sanft und langsam gemacht.

Irgendwelche Prellungen?

Hülkenberg: Nein, alles gut!

Haben Sie sich schon mal auf der Rennstrecke überschlagen?

Hülkenberg: In einem Formel-Auto noch nicht. Das einzige Mal war einmal im Kart.

Nico Hülkenberg - GP Abu Dhabi 2018 Foto: sutton-images.com
Hülkenberg duellierte sich schon in der Kurve zuvor hart mit Grosjean.

Wie war die Situation, die zum Unfall geführt hat. Haben Sie Grosjean da nicht mehr erwartet?

Hülkenberg: Das war etwas unübersichtlich. Ich war zunächst unter Attacke von Ocon. Der hat mich dann quasi in die Attacke auf Romain reingedrückt. Wir waren beide spät auf der Bremse und sind beide mit blockierenden Reifen in die Kurve reingegangen. Ich war am Ausgang der Kurve schon außen auf der weißen Linie. Ich habe ihn nicht mehr gesehen. Da dachte ich, dass er aufgemacht hat und geradeaus gefahren ist. Dann habe ich den Scheitelpunkt normal genommen. Aber er war leider noch da.

Eigentlich schade, wenn man gesehen hat, was bei Sainz möglich war

Hülkenberg: Ja, aber das hätte bei mir mit den Hypersoft am Start anders ausgesehen. Das war wie in Singapur. Es wäre für mich nicht so einfach gewesen in die Punkte zu fahren.

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