Hülkenberg verpasst Punkte

"Das nehme ich auf meine Kappe"

Nico Hülkenberg GP Ungarn 2013 Foto: Sauber 65 Bilder

Nach zwei zehnten Plätzen in Folge gab es für Nico Hülkenberg in Budapest nur die Holzmedaille. Im Kampf mit Pastor Maldonado um den letzten WM-Punkt verlor der Sauber-Pilot entscheidenden Boden wegen einer Durchfahrtstrafe. Hülkenberg meint, es wäre auch so eng geworden.

Es waren nur 2,6 km/h, aber das reichte schon aus, dass die Rennleitung Nico Hülkenberg eine Strafrunde durch die Boxengasse drehen ließ. Der Sauber-Pilot hatte nach seinem zweiten Boxenstopp kurz vor der Boxenausfahrt zu früh den Tempomaten losgelassen. Hülkenberg nahm die Schuld auf sich.

Hülkenberg lässt Speedlimiter zu früh los

Im Prinzip passierte das gleiche wie beim GP China. Die Ferrari-Elektronik weigert sich manchmal in einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 70 und 80 km/h bei gedrücktem Tempomaten in den zweiten Gang hochzuschalten.

"Ich habe fünf Mal an der Schaltwippe gezogen, aber nichts passierte. Gleichzeitig musste ich die Bremsbalance wieder nach vorne verstellen. Dabei bin ich ein bisschen hektisch geworden und habe den Speedlimiter zu früh losgelassen. Wenn du dann im ersten Gang voll auf dem Pinsel stehst, bist du gleich mal schneller als 80 km/h. Da hilft es auch nichts mehr, wenn du sofort wieder auf 65 km/h runterbremst."

Maldonado im Finale mit besseren Reifen

Die Strafdurchfahrt durch die Boxengasse kostete Hülkenberg 16,5 Sekunden. Im Ziel hatte er aber 29,3 Sekunden Rückstand auf den zehntplatzierten Pastor Maldonado. Rechnerisch wäre er also klar hinter dem Williams-Piloten ins Ziel gekommen. Doch so wie das Rennen lief, hätte es in den letzten Runden einen engen Kampf um den letzten WM-Punkt gegeben. "Den ich wahrscheinlich verloren hätte", gibt Hülkenberg zu.

Der Rheinländer ging mit einer Zweistopp-Strategie ins Rennen. Maldonado war mit drei Stopps unterwegs. "Ohne die Strafe, hätte ich nach meinem zweiten Stopp vor Pastor gelegen. Aber meine Reifen hätten 16 Runden mehr auf dem Buckel gehabt. In den letzten drei Runden waren sie tot. Maldonado ist im vorletzten Umlauf seine schnellste Runde gefahren. Der hatte so viel mehr Traktion gehabt, dass ich ihn nicht hätte halten können."

Sauber kämpft gegen vier Gegner

Trotz des verlorenen Punktes zog Hülkenberg eine positive Bilanz. "Wir sind jetzt mit Force India und Toro Rosso wieder auf Augenhöhe. In Ungarn waren wir sogar besser. Das liegt zum Teil an der Entwicklungsstufe, an den neuen Reifen und am Streckenlayout, das die Vorderreifen mehr belastet als die hinteren. Das Heck liegt jetzt wesentlich ruhiger, und wir verlieren nicht mehr so viel Zeit am Kurveneingang."

Die Rückkehr zu den 2012er Reifenkonstruktionen brachte Sauber aber auch einen neuen Gegner, den man bislang im Griff hatte. "Die Williams sind ganz klar stärker geworden. Sie haben wie McLaren und wir von den neuen Reifen profitiert."

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