Nico Hülkenberg - Renault - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Qualifying sutton-images.com
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Aserbaidschan 2017 - Qualifying - Baku - Samstag - 24.6.2017
Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Aserbaidschan 2017 - Qualifying - Baku - Samstag - 24.6.2017
Hamilton - Bottas - Mercedes - GP Aserbaidschan 2017 - Qualifying - Baku - Samstag - 24.6.2017
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Aserbaidschan 2017 - Qualifying - Baku - Samstag - 24.6.2017 46 Bilder

Hülkenberg verpasst Q2 in Baku

Zu wenig Grip, zu wenig Motorleistung

Jolyon Palmer konnte das Qualifying erst gar nicht aufnehmen, Nico Hülkenberg wurde nur 14. Renault fehlt es in Baku an Anpressdruck. Und trotz eines Motor-Updates auch an Leistung.

Das Qualifying zum GP Aserbaidschan 2017 war für Nico Hülkenberg zwei Minuten vor Ablauf des zweiten Abschnittes gegessen. Der Renault-Werkspilot kletterte aus seinem Auto. Ohne einen zweiten Run zu starten und sich zumindest die Chance aufrecht zu erhalten, noch Positionen zu gewinnen. Den Renault R.S.17 mit der Startnummer 27 kettete eine defekte Elektrik in die Garage. „Wir hatten zuvor ein bisschen Leistung verloren“, berichtete Hülkenberg.

Verwinkelte Kurven Gift für Renault

Es reichte in der Quali nicht zu mehr als der 14. schnellsten Zeit . Der Le Mans-Sieger von 2015 gewinnt am Start für das Baku-Rennen eine Position, weil Carlos Sainz um drei Ränge zurückgestuft wird. Der Spanier verliert den zwölften Platz als Strafe für den Startunfall in Montreal. Der Platzgewinn trieb Hülkenberg nicht in Euphorie.

Renault hatte auf dem 6,003 Kilometer langen Kurs kein Auto für die besten zehn. „Ich denke, ich hätte Magnussen noch packen können. An den Toro Rosso hätten wir ohne Probleme nah dran sein sollen.“ Mit Problemen fehlte auf den Elften Daniil Kvyat über eine Sekunde. Das gelb-schwarze Auto hemmen auf dem Stadtkurs zwei Dinge. „Wir haben zu wenig Anpressdruck und ein Leistungsdefizit auf den Geraden“, sagt Einsatzleiter Alan Permane. Immerhin bringt Renault die Pirelli-Reifen ordentlich auf Temperatur.

Für das Rennen am Kaspischen Meer wertete die Technikabteilung in Enstone den R.S.17 mit neuen Leitblechen unter der Nase und überarbeiteten Bargeboards auf. Dazu gibt es wie bei vielen anderen Teams einen Heckflügel mit weniger Luftwiderstand, um auf der langen Gerade nicht zu verhungern. „Die Updates funktionieren“, sagt Permane. Hülkenberg wirft ein. „Das sind Kleinigkeiten. Es ist ja nicht so, dass uns die Upgrades 20 Punkte an Anpressdruck bringen. Das nächste große Paket kommt erst in Silverstone.“ Das Layout mit den 20 Kurven deckt die Schwächen des Chassis auf. „Die vielen verschlagenen Ecken tun unserem Auto weh“, sagt Hülkenberg.

Software-Update bringt zwei Zehntel

Dazu kommt die elend lange Gerade mit 1,9 Kilometer. Da spielen die Mercedes und Ferrari befeuerten Autos ihren Leistungsvorteil aus. Obwohl Renault mit neuen Software-Codes die Power steigern konnte und etwa zwei Zehntel pro Runde gewinnt. So ist es jedenfalls aus dem Red Bull-Lager zu hören. Wenn positive Rückmeldung aus dem sonst so kritischen Umfeld kommt, muss das was heißen.

Hülkenberg geht mit gedämpften Erwartungen ins Rennen, indem der vierte punktelose GP der Saison droht. „Die Longruns am Freitag waren okay. Nichts Herausragendes. Ich fürchte, strategisch werden wir mit den Reifen limitiert sein.“ Das sehen nicht alle Piloten im Feld so. „Vielleicht ist ein Overcut ja wie in Monaco besser als ein Undercut“, sagt Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo und bezieht sich damit auf die Möglichkeit, früher oder später als der Gegner zu stoppen und die Reifen zu tauschen. „Oder eben nicht. Das müssen wir im Rennen herausfinden.“

Jolyon Palmer konnte das Qualifiying erst gar nicht aufnehmen. Ein zerplatzte Benzinleitung im dritten Training hatte den Tag des Briten bereits nach dem ersten Training beendet.

Motorsport Aktuell Sebastian Vettel - Ferrari - GP Aserbaidschan 2017 - Baku - Qualifying Ferrari in der zweiten Reihe Großer Abstand zu Mercedes in Baku

Mercedes fuhr im Qualifying zum GP Aserbaidschan in einer anderen Liga.

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