Nico Hülkenberg - GP Belgien 2015 xpb
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 22. August 2015
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Daniil Kvyat - Red Bull - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 22. August 2015 70 Bilder

Hülkenberg verpasst Q3

Fehler und Turbo-Probleme kosten Plätze

Force India setzt seinen Höhenflug fort. Auch das zweite Upgrade des VJM08 funktioniert. Sergio Perez startet vom vierten Platz in den GP Belgien. Teamkollege Nico Hülkenberg schaffte die Q3-Hürde nicht. Dafür gab es zwei gute Gründe.

Das Upgrade vom Upgrade funktioniert. Force India hat jetzt ein Auto, mit dem man sogar in die Top 5 der Startaufstellung fahren kann. Sergio Perez hat es mit der fünftschnellsten Zeit gezeigt. Der Mexikaner rückt in der Startaufstellung sogar noch einen Platz auf, weil Romain Grosjean wegen eines Getriebewechsels 5 Startplätze verliert. Trotz des höchsten Top-Speeds war Perez auch im Mittelsektor ordentlich unterwegs. Er verlor nur 6 Zehntel auf Nico Rosberg.

Dafür passt der elfte Platz von Nico Hülkenberg nicht ins Bild. Der WM-Neunte verfehlte den Aufstieg ins Top Ten-Finale um 0,056 Sekunden. Normalerweise hätte das Q3 für Hülkenberg kein Problem sein dürfen. "Auch für mich wäre ein Platz in den Top 5 möglich gewesen." Wenn die Antriebseinheit gesund gewesen wäre. Doch Fahrer und Ingenieure stellten einen Power-Verlust fest. "Das hat mich zwei Zehntel auf den Geraden gekostet."

Technikchef Andy Green klärte auf: "Bei Nico baut der Turbolader nicht den gleichen Druck auf wie in Sergios Motor. Wir vermuten entweder einen Kalibrierungsfehler oder ein Leck." Mercedes hofft das Problem durch Software-Änderungen aus der Welt schaffen zu können. Ein Wechsel des Turboladers am Sonntag kommt aus Zeitgründen nicht mehr in Frage.

Hülkenberg warnt vor Williams und Lotus

Entscheidend aber war der Fehler in der ersten Kurve. Hülkenberg verbremste sich in La Source und verpasste den Scheitelpunkt. Das kostete weitere zwei Zehntel. Hülkenberg hatte die Bremsbalance zu weit nach vorne gestellt, um die Hinterreifen für das zweite Bremsmanöver am Ende der Kemmel-Geraden zu schonen. Der Le Mans-Sieger ärgerte sich: "Das Auto geht echt gut hier. Wir haben von Freitag auf Samstag sogar noch die Balance verbessern können." Also weniger Untersteuern.

Jetzt hofft Blitzstarter Hülkenberg auf einen guten Start. "Der elfte Startplatz ist nicht das Ende der Welt. Wenn ich in der ersten Runde ein paar Plätze gewinnen kann, bin ich immer noch gut dabei."

Spa ist nicht Budapest. Da kann man auf der Rennstrecke Positionen gutmachen. "Überholen ist nicht gerade supereasy, aber möglich", urteilt Hülkenberg. Er warnt aber auch: "Williams ist nach dem schlechten Freitag zurück im Leben, und auch auf Lotus müssen wir aufpassen." Dazu hat Hülkenberg genügend frische Reifensätze der weichen Mischung. "Das ist ein kleiner Vorteil", räumte er ein, "aber ich wäre lieber fünf Startplätze weiter vorne gestanden."

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