Hülkenberg verpasst Q3

"Ohne Upgrade in Q1 raus"

Nico Hülkenberg - Force India - GP Spanien 2016 - Qualifying - Samstag - 14.5.2016 Foto: sutton-images.com 71 Bilder

Force India hat mit seinem Upgrade einen großen Schritt gemacht. Die Verbesserungen sind für die Fahrer spürbar und auf der Stoppuhr messbar. Sergio Perez katapultierte sich im VJM09 ins Finale der besten zehn. Nico Hülkenberg verpasste es um 11 Tausendstel.

2015 scheiterte Force India im Qualifikationstraining zum GP Spanien mit beiden Autos im ersten Durchgang. Ein Jahr später sieht die Lage anders aus. Sergio Perez brachte seinen Rennwagen ins Top 10-Finale und wurde schlussendlich Neunter. Teamkollege Nico Hülkenberg schrammte nur um Haaresbreite am Einzug in Q3 vorbei. Dem Le Mans-Sieger von 2015 fehlten auf Fernando Alonso im McLaren nur 11 Tausendstel.

Hülkenberg hadert mit Balance

Force India überarbeitete für den Grand Prix in Barcelona seinen VJM09 signifikant. Der indisch-englische Rennstall hat die Flügel hinten und vorne, die Motorabdeckung, die Seitenkästen, den Unterboden und die Bremsbelüftungen modifiziert. Das Upgrade ist ein voller Erfolg. "Ohne es wären wir wieder in Q1 raus gewesen. Unser Paket hat einen Riesenschritt gemacht. Wir haben deutlich mehr Abtrieb. Das spüre ich als Fahrer und sehen wir auf der Uhr", sagt Hülkenberg. Der Fortschritt ist laut Hülk fast so groß wie mit der B-Version aus der vergangenen Saison, die beim GP England debütierte.

Trotzdem ist der lange Rheinländer nicht ganz glücklich. Perez war im Zeittraining zwei Zehntel schneller als er und stellte im teaminternen Quali-Zweikampf auf 4:1. Immerhin kannte Hülkenberg den Grund. Er fand nicht das optimale Setup. "Ich habe noch nicht die passende Balance gefunden. Das erklärt die Differenz zu Sergio."

Ein Aufatmen gibt es an anderer Stelle. Die Probleme aus Russland, wo Hülkenberg perse eine halbe Sekunde auf den Mexikaner einbüßte, sind durch das neue Auto aus der Welt geschafft. Obwohl Force India nicht den genauen Grund für die Schwierigkeiten gefunden hat. Hülkenberg wiederholte seinen Satz vom Donnerstag: "Es bleibt wohl für immer ein Mysterium."

Für das Rennen will Hülkenberg erst einmal abwarten, wie sich das neue Paket im Dauerlauf verhält. Auch sei das Feld unheimlich eng beisammen, weshalb Prognosen schwer fallen. "Zwischen Platz sieben und 14 ist es extrem eng. Wir werden versuchen, uns am Start nach vorne zu drücken." Als Elfter hat Hülkenberg als erste Fahrer die freie Reifenwahl für den Start. Ein Vorteil? "Kein sonderlich großer. Es gibt dir etwas mehr Flexibilität in der Strategie."

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