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Hülkenberg von Mexikaner adoptiert

"Unfälle musst du abhaken"

Der große Star am Mexiko-Wochenende heißt Sergio Perez. Nico Hülkenberg fährt gut im Windschatten des Lokalhelden. Als Teamkollege wurde er von den Mexikanern gleich adoptiert. Für Hülkenberg zählt in Mexiko vor allem eines. Er muss unfallfrei über die Runden kommen.

Die begehrtesten Piloten im Fahrerlager sind weder Lewis Hamilton noch Sebastian Vettel. Der Mann, der die meisten Interviews geben muss, rangiert in der WM-Wertung nur auf Platz 9. Aber er ist Mexikaner und wird deshalb am Wochenende die 100.000 Zuschauer in Ekstase versetzen. Für Sergio Perez wird ein Traum wahr. "Ich fahre das erste Mal seit 12 Jahren wieder in meinem Land. Der Sonntag wird der beste Tag in meiner Karriere, egal wo ich lande."

Nico Hülkenberg kann sich schön im Windschatten seines Teamkollegen verstecken. "Sergio ist hier der große Star. Aber die Mexikaner haben mich als seinen Teamkollegen gleich mit adoptiert." Hülkenberg ist nicht das erste Mal in Mexico-City. "Ich war im Januar und eine Woche vor dem Grand Prix der USA schon mal da. So konnte ich ganz gut miterleben, wie sich die Begeisterung in dem Land aufbaut.

Hülkenberg fit genug für 2.000 Meter Höhe

Trotz seiner Vorkenntnisse ist die renovierte Strecke ein weißes Blatt Papier für Hülkenberg. Neue Strecke, neuer Asphalt, dazu die ungewohnte Höhe. "Keiner weiß so wirklich, was auf ihn zukommt. Deshalb ist es schwierig, Prognosen zu treffen. Vom Layout her müsste es für uns passen. Aber seit wir mit unserer B-Version unterwegs sind, passt eigentlich jede Strecke für uns. Wir haben auch ein paar Upgrades am Auto. Das könnte helfen." Neu sind der Heckflügel und die vorderen Radträger.

Vor der Höhe hat Hülkenberg keine Angst, auch wenn er nicht speziell dafür trainiert hat. "Ich habe ein paar Tage mit dem Training ausgesetzt, weil ich eine Erkältung loswerden musste. Ich glaube aber, dass ich fit genug bin. Da werfen mich 2.000 Meter nicht aus der Bahn." Auch die Unfälle in den letzten Rennen nicht. "Es ist passiert. Ich kann es nicht mehr ändern. So etwas musst du abhaken und dich nicht zu lange damit aufhalten."

Zu der Strecke hat der Le Mans-Sieger eine geteilte Meinung. "Es geht los mit zwei langen Geraden und einigen technischen Kurven, die mich an Singapur erinnern. Der Mittelsektor ist schön flüssig. Die Stadion-Passage überragt natürlich alles. Ich glaube aber nicht, dass du viel davon wahrnehmen wirst, wenn du einmal im Rennauto sitzt. Aus Sicht des Fahrers wäre die alte Peraltada wahrscheinlich interessanter gewesen. Muss ja irre gewesen sein, wenn du da mit 300 durchgefahren bist."

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